Bis November werden Waldwege am Lietzengraben erneuert

Buch. Das Forstamt setzt bis Ende November im Rahmen der Renaturierung ehemaliger Rieselfelder zahlreiche Waldwege instand. Wegen dieser Arbeiten wird es in den nächsten Wochen immer wieder zu Behinderungen auf den Waldwegen und auch zu Sperrungen kommen.

Wesentliche Teile der Lietzengrabenniederung waren vor über 100 Jahren als Rieselfelder zur Abwasserbehandlung angelegt worden. Dementsprechend entwässerte der Lietzengraben die Rieselfelder. Die Berliner Forste begannen 1985 damit, die ehemaligen Rieselfelder allmählich zu renaturieren. Von 2002 bis 2006 wurde als erstes großes Projekt die "Wiederbewässerung der Hobrechtsfelder Rieselfelder" in Angriff genommen und erfolgreich umgesetzt. Die Ziele des zweiten großen Projekts sind nun der Rückbau und die Renaturierung von bebauten Flächen, die grundlegende Erneuerung der Waldwege sowie die Wiederherstellung des Wasserhaushalts des gesamten Grabensystems. Begonnen wird dieser Tage zunächst mit den Waldwegen. Danach sollen am Lietzengraben weitere Arbeiten folgen. Unter anderem sind der Bau von Stützschwellen, Fischtreppen, der Rückbau und die Erneuerung von Durchlässen sowie die Reaktivierung von Gräben geplant. Außerdem ist der Abriss der ehemaligen Feuerwache Buch vorgesehen.Dieser Rückbau eröffnet die Möglichkeit, circa 46 000 Quadratmeter bebaute Fläche wieder aufzuforsten. Der Gebäudekomplex liegt in der Nähe der Wiltbergstraße und ist von Wald umgeben. Nach der Beräumung soll die Fläche mit Sträuchern und Gehölzen neu gestaltet werden. Nach diesem Projekt soll in der Lietzengrabenniederung ein klares Erschließungssystem geschaffen werden, damit jeder den renaturierten Bereich nutzen und erkunden kann. Die Waldwege werden beschildert, so dass eine einfache Orientierung möglich ist.

Weiterhin sollen neben Aussichtsplattformen an zentralen Punkten auch Rastplätze errichtet werden. Alle Arbeiten sollen bis Ende April 2013 abgeschlossen sein. Die für das Gesamtvorhaben geplanten Kosten belaufen sich auf 1,34 Millionen Euro. Das Vorhaben wird vom Land und der Europäischen Union gefördert.


Bernd Wähner / BW
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