Der Senat änderte jetzt den Flächennutzungsplan für Buch

Buch. Der Senat hat den Weg für eine Erweiterung des Biotec-Campus in Buch frei gemacht. Auf Vorlage von Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) beschloss er Änderungen des Flächennutzungsplanes für Buch. Diese betreffen die frühere Brunnengalerie an der Karower Chaussee.

Die Brunnengalerie befindet sich auf einem 1100 Meter langen und zwischen 100 bis 180 Meter breitem Streifen entlang der Straße. Zurzeit stehen dort vor allem Sträucher und Bäume. Lange Zeit konnte auf der Fläche nicht gebaut werden, weil das Gelände als Wasserschutzgebiet ausgewiesen war. Erst 2009 hob der Senat diesen Status auf. Seitdem rückte das Gelände immer mehr ins Blickfeld der Stadtplaner. Dass der Campus weiter wachsen soll, liegt an dessen guten Ruf bei Biotechnologie-Unternehmen. Auf dem 26 Hektar großen Campus an der Robert-Rössle-Straße sind bereits über 50 Unternehmen sowie zahlreiche Institute zu Hause. Es gibt aber immer neue Interessenten. Was fehlt, sind Erweiterungsflächen. Diese sollen nun auf der Brunnengalerie zur Verfügung gestellt werden. Das Bezirksamt fasste bereits vor anderthalb Jahren den Beschluss, für das Gelände zwei Bebauungspläne aufzustellen. In diesen soll unter anderem festgeschrieben werden, dass sich dort "innovative Betriebe der biomedizinischen Forschung und Produktion" ansiedeln dürfen.

Im Aufstellungsbeschluss wurden bereits erste Parameter festgelegt. So soll die Höhe der Bebauung auf vier Geschosse begrenzt werden. Damit will man sichern, dass die neuen Gebäude nicht höher als die angrenzenden Wohngebäude werden. Außerdem ist ein Abstand von 45 bis 50 Metern zu den Wohngebäuden einzuhalten. Mit den nun beschlossenen Änderungen des Flächennutzungsplanes ist auch von Senatsseite der Weg für eine neue Nutzung der Brunnengalerie frei.

Trotzdem wird es noch dauern, bis sich die ersten Baukräne drehen. Schließlich muss erst einmal die Arbeit an den Bebauungsplänen zu Ende geführt werden. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass es auch eine Bürgerbeteiligung geben muss. Hier könnte es zu kontroversen Diskussionen kommen. Es gibt in Buch eine Initiative von Bürgern, die das Gelände weiter als Grünstreifen erhalten möchte.


Bernd Wähner / BW
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