Erster Investor abgesprungen: Brunnengalerie bleibt vorerst unbebaut

Buch. Die Pläne für die Erweiterung des Biotec-Campus Buch auf die frühere Brunnengalerie sind erst einmal auf Eis gelegt. Der Investor, der sich als erster auf dieser Erweiterungsfläche ansiedeln wollte, entschied sich inzwischen anders.

Das Unternehmen Glycotop wird nicht in Berlin, sondern in Heidelberg neu bauen, berichtet Dr. Ulrich Scheller, Geschäftsführer der BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch. Weil es momentan keinen weiteren Interessenten gibt, sind weitere Planungsarbeiten zunächst einmal gestoppt worden. Vor gut zwei Jahren hatte sich die BBB Management GmbH an den Berliner Senat und das Pankower Bezirksamt gewandt. Man brauche dringend Erweiterungsflächen. Fast alle Grundstücke, die auf dem Campusgelände an der Robert-Rössle-Straße zur Verfügung stehen, wären inzwischen bebaut. Wenn Unternehmen expandieren oder sich neue in Buch ansiedeln wollen, brauche man weitere Flächen.

Mit dem Land Berlin wurden dann mögliche Alternativen geprüft und entschieden, die frühere Brunnengalerie als Erweiterungsfläche ins Auge zu fassen. Diese befindet sich auf einem 1100 Meter langen und zwischen 100 und 180 Meter breiten Streifen entlang der Karower Chaussee. Damit dort gebaut werden kann, änderte der Senat kürzlich auch den Flächennutzungsplan. Festgeschrieben wurde, dass sich hier "innovative Betriebe der biomedizinischen Forschung und Produktion" ansiedeln dürfen. Das Bezirksamt Pankow beschloss außerdem die Aufstellung zweier Bebauungspläne.

"An diesen Bebauungsplänen wird erst weiter gearbeitet, wenn es auch wirklich jemanden gibt, der hier bauen möchte", so Scheller. Alles andere sei sinnlos. Wenn es so weit sein sollte, werden BBB Management GmbH und Bezirk darauf achten, dass eine zurückhaltende, parkähnliche Bebauung erfolgt, wie man sie bereits auf dem bestehenden Campus vorfindet. Alle Vorplanungsunterlagen mit möglichen Baukörperanordnungen, die derzeit noch im Internet kursieren und immer wieder für Aufregung bei Bucher Bürgern sorgen, bittet Scheller zu ignorieren. "Da haben sich ein paar Architekten ausgetobt. Aber so wie auf diesen Zeichnungen, wird garantiert nicht gebaut."


Bernd Wähner / BW
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