Sanierungsarbeiten im Schutzgebiet Lietzengraben gehen weiter

Buch. Das Pankower Forstamt setzt bis Ende des Jahres die Instandsetzung von Waldwegen und Gewässerbauwerken im Bucher Forst fort. Wegen der umfangreichen Arbeiten wird es in den nächsten Wochen immer wieder zu Behinderungen auf Waldwegen und auch zu Sperrungen kommen.

Die Arbeiten sind Bestandteil der "Entwicklungsmaßnahme in den Schutzgebieten Bogenseekette/Lietzengrabenniederung". Finanziert werden sie aus dem Umweltentlastungsprogramm der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung um Umweltschutz. Wesentliche Teile der Lietzengrabenniederung waren vor über 100 Jahren zu Rieselfeldern umfunktioniert worden. Dort wurden die Abwässer aus Berlin hingeleitet. Seit vielen Jahren sind die Rieselfelder stillgelegt. Die Berliner Forste begannen 1985 damit, diesen radikalen Eingriff in die Natur wieder rückgängig zu machen. Nach und nach werden die ehemaligen Rieselfelder renaturiert. Zwischen 2002 und 2006 wurde als erstes großes Projekt die Wiederbewässerung der Hobrechtsfelder Rieselfelder in Angriff genommen und erfolgreich umgesetzt. Die Ziele des zweiten großen Projekts sind nun die grundlegende Erneuerung der Waldwege sowie die Wiederherstellung des Wasserhaushalts des gesamten Grabensystems. Begonnen wurde im vergangenen Jahr zunächst mit der Instandsetzung erster Waldwege.

Gräben reaktivieren

Diese Arbeiten werden nun fortgesetzt. Zusätzlich sollen am Lietzengraben-System weitere Arbeiten folgen. Unter anderem sind der Bau von Stützschwellen, der Bau von Fischtreppen, der Rückbau und die Erneuerung von Durchlässen sowie die Reaktivierungen von Gräben geplant. Im Anschluss an diese Arbeiten soll in der Lietzengrabenniederung ein klares Orientierungssystem installiert werden. Die Waldwege werden so beschildert, dass sich jeder Wanderer und Spaziergänger leicht zurechtfindet. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende 2013 abgeschlossen sein. Die für das Gesamtvorhaben geplanten Kosten belaufen sich auf 1,34 Millionen Euro. Das Vorhaben wird vom Land Berlin und der Europäischen Union gefördert.

Weitere Informationen gibt es auf http://asurl.de/d7p.

Bernd Wähner / BW
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