Vattenfall erweitert sein Bucher Heizkraftwerk

Polier Andreas Waldow füllte die Grundsteinhülsen. Mit dabei Stefan Liebich, Wolf-Dietrich Kunze (links) und Wolfgang Fellmann (rechts) von Vattenfall. (Foto: BW)

Buch. Das Heizkraftwerk Buch bekommt eine neue Gas- und Dampfturbinenanlage. In diesen Neubau investiert der Energieriese Vattenfall stattliche zehn Millionen Euro. Vor wenigen Tagen legte der Vorstand der Vattenfall Europe Wärme AG, Wolf-Dietrich Kunze, mit dem Pankower Bundestagsabgeordneten Stefan Liebich (Die Linke) den Grundstein.

Die neue Gas- und Dampfturbinenanlage entsteht unmittelbar neben dem Heizkraftwerk (HKW) Buch in der Schwanebecker Chaussee 17. In Betrieb genommen wurde das HKW vor knapp 110 Jahren. Heute versorgt es etwa 10 000 Wohnungen, den Campus Buch mit über 50 Unternehmen sowie das Helios Klinikum mit Wärme. Das sind etwa 90 Prozent aller Gebäude, die im Einzugsbereich des HKW liegen. Die Krankenhausareale in Buch waren der Hauptgrund, weshalb das HKW zwischen 1903 und 1905 errichtet wurde. Diese sollten kontinuierlich mit Wärme versorgt werden. Zunächst wurde im HKW in 26 Kesseln mit Kohle Wärme erzeugt. 1974 sind diese durch vier Dampferzeuger auf Schwerölbasis ersetzt worden.Von 1993 bis 1997 wurden die Dampferzeuger auf den Betrieb mit schwefelarmen, leichtem Heizöl umgestellt. Seit 2000 gibt es außerdem einen Anschluss zur Deponiegasanlage in Schwanebeck, wodurch die Kohlendioxid-Emission weiter gesenkt werden konnte. Im Jahre 2005 wurde dann eine Dampfturbinenanlage eingebaut. Seitdem arbeitet das HKW Buch nach dem umweltschonenden Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und produziert auch Strom. "Nun erhält es zusätzlich eine Gasturbine mit nachgeschaltetem Abhitzekessel und ein Gebäude für diese Erzeugungseinheit", erklärt Vattenfall-Vorstand Kunze.

Die neue Technik sorgt vor allem für einen höheren Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung. Künftig wird viermal so viel Strom im HKW an der Schwanebecker Chaussee produziert. Die Abwärme bei der Stromerzeugung wird indes zu 100 Prozent für die Fernwärmeversorgung genutzt. Durch die moderne Technik wird der Ausstoß an Kohlenstoffdioxid enorm reduziert - um mehr als 20 000 Tonnen pro Jahr.

Mit dem Bau der Anlage kommt Vattenfall seiner Verpflichtung aus der Klimaschutzvereinbarung mit dem Berliner Senat nach. In dieser hatte sich das Unternehmen verpflichtet, die Kohlenstoffdioxid-Emission bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu senken. Vattenfall plant, die neue Anlage im April 2014 in Betrieb zu nehmen.


Bernd Wähner / BW
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