Zwei Berater helfen Schülern bei der Suche nach Lehrstelle

Über 380 Berufe konnten sich Schüler und Eltern bei Fachleuten auf der kleinen Berufsmesse informieren. (Foto: BW)

Buch. Schülern den nahtlosen Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung zu ermöglichen, dafür setzen sich Manuela Hilgendorf und Olliver Somrei ein. Die beiden arbeiten im Projekt "Gemeinsam den Übergang schaffen" an der Hufeland-Schule.

Diese war bis vor drei Jahren eine reine Hauptschule. Seitdem sie Integrierte Sekundarschule ist, werden dort aber auch Schüler mit Realschul- und Gymnasialempfehlung angemeldet. "Wir betreuen zurzeit die letzten reinen Hauptschulklassen", sagt Manuela Hilgendorf. Das nahmen die beiden beruflichen Berater nun zum Anlass, um Bilanz zu ziehen. Außerdem stellten sie das Projekt jetzigen Schülern der neunten Klasse und deren Eltern vor. Zu diesem Zweck organisierten sie erstmals eine kleine Berufsmesse an der Hufeland-Oberschule. Bei einer Berufsberaterin der Agentur für Arbeit, bei Vertretern von IHK und Handwerkskammer sowie bei Unternehmen konnten sich Schüler und Eltern über vielfältige Berufsbilder informieren. Keiner von ihnen ahnte zum Beispiel, dass es über 380 anerkannte Berufsausbildungen in Deutschland gibt. Daneben erhielten Schüler und Eltern natürlich auch viele Informationen zum Projekt "Gemeinsam den Übergang schaffen".

Initiiert wurde dieses vor sechs Jahren in Zusammenarbeit mit dem Verein "Arbeit und Bildung", dem Förderverein für arbeitslose Jugendliche, der Agentur für Arbeit und der Schulleitung. "Am Anfang eines Schuljahres stellen wir uns zunächst in den zehnten Klassen sowie auf den Elternabenden vor", sagt Olliver Somrei. Danach kann sich jeder Schüler entscheiden, ob er in das Projekt einsteigen möchte. Alles passiert auf freiwilliger Basis. Zunächst geht es für die Berater darum, die Schüler näher kennenzulernen und eine Vertrauensbasis aufzubauen. Da gilt es, viele Gespräche zu führen. Immerhin kümmert sich jeder um jeweils 30 Schüler. "Anfangs wissen viele noch gar nicht, in welche Richtung sie gehen möchten", sagt Somrei. "Wir unterstützen dann bei der Orientierung oder begleiten die Schüler bei Betriebsbesuchen."

Steht dann fest, in welche Richtung es gehen soll, wird nach einer geeigneten Ausbildungsmöglichkeit gesucht. "Außerdem unterstützen wir die Schüler beim Schreiben von Bewerbungen", so Manuale Hilgendorf. Weiterhin beraten die beiden Projektmitarbeiter auch Betriebe, wenn es darum geht, die Rahmenbedingungen für eine künftige Ausbildung zu organisieren. Die Bilanz von "Gemeinsam den Übergang schaffen" kann sich sehen lassen. Immerhin 90 Prozent der Hauptschüler fanden bislang gleich nach dem Schulabschluss einen passenden Ausbildungsplatz. "Wir hoffen, dass dieses erfolgreiche Projekt auch im kommenden Schuljahr gefördert wird", sagt Schulleiterin Christel Hildenbrand. Schließlich ist auch in der Integrierten Sekundarschule das sogenannte Duale Lernen und die damit verbundene intensive Berufsvorbereitung ein Schwerpunkt.


Bernd Wähner / BW
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