Videodolmetscher helfen jetzt im Bucher Notfallzentrum bei der Diagnose

Notfallzentrum-Chefarzt Professor Dr. Christian Wrede und Stationsleiterin Susanne Richter im Patientengespräch mittels Video-Dolmetscherin. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Helios Klinikum |

Buch. Das Helios Klinikum setzt jetzt in einem Pilotprojekt Videodolmetscher ein. Ziel ist es, dass sich Mediziner besser mit Patienten verständigen können, die nicht deutsch sprechen.

Für Touristen und Migranten ist es oft schwer, sich bei einer notwendigen Behandlung im Krankenhaus zu verständigen. Wichtige Fragen der Mediziner zu Vorerkrankungen oder zu bisherigen Diagnosen werden von Patienten kaum verstanden. Insbesondere in Notfällen muss aber schnell und detailliert gehandelt werden. Um besser kommunizieren zu können, hat das Helios Klinikum das „Videodolmetschen“ eingeführt. Das bringt mehr Sicherheit für die Patienten und Mitarbeiter.

Die Videodolmetscher unterstützen Patienten, Ärzte und Pflegekräfte in mehr als 15 Sprachen und einer Vielzahl von besonderen Dialekten. Knapp 500 Dolmetscher stehen den Klinikmitarbeitern weltweit zur Verfügung. Sie können bei Bedarf innerhalb von zwei Minuten online zugeschaltet werden. Patienten haben so die Möglichkeit, ihr Anliegen und ihre Beschwerden besser zu erklären. Die Mediziner können mittels Dolmetscher Fragen stellen, sich über bisherige Diagnosen oder auch Krankheitsverläufe optimal informieren.

Professor Dr. Christian Wrede, Chefarzt des Notfallzentrums des Bucher Klinikums: „Im Notfall kann jede gewonnene Sekunde wertvoll sein, um Leben zu retten. Es ist außerdem ein wichtiges Patientenrecht, im persönlichen Arzt-Patienten-Gespräch verständliche Informationen über die Diagnose und Behandlung zu erhalten.“ Die Pilotphase mit den Dolmetschern per Videozuschaltung ist jetzt im Notfallzentrum gestartet und soll nach und nach in diesem Jahr auch auf andere Stationen im Bucher Klinikum ausgeweitet werden. BW
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