CDU-Verordnete fordern einen regulären Parkplatz am S-Bahnhof Buch

Buch. Die Stichstraße von der Wiltbergstraße entlang der Moorwiese ist derzeit der größte wilde Parkplatz im Bezirk. Vom Südausgang des S-Bahnhofs Buch parken dort in Richtung Moorwiese werktags zahlreiche Autos.

Sie stehen aber nicht etwa auf dem Asphalt, sondern in der Regel auf dem unbefestigten Straßenrand. Wo Platz ist, werden die Autos einfach abgestellt. Der Grund: Berufspendler aus Brandenburg fahren mit ihren Autos bis zum Bahnhof und nutzen dann die S-Bahn. Einen regulären Parkplatz gibt es nicht. Der nächste "Park-and-ride" (P+R) befindet sich am Bahnhof Pankow-Heinersdorf; für viele keine Alternative. Ein adäquates Angebot im Pankower Norden zu schaffen wird immer wieder von Bezirkspolitikern diskutiert. Doch eine Lösung lässt auf sich warten. Der Senat verweist auf den Heinersdorfer Parkplatz und seine bislang noch geringe Auslastung.

Die CDU-Bezirksverordneten nehmen nun erneut Anlauf. Sie beantragten in der BVV, dass das Bezirksamt gemeinsam mit dem Senat eine Konzeption zum Erhalt und Ausbau der P+R-Plätzen entwickeln soll. Dabei sollen vor allem die S-Bahnhöfe entlang der Stettiner Bahn im Bezirk Berücksichtigung finden.

Einer Erhebung des ADAC zufolge stehen in ganz Berlin zurzeit 8000 P+R-Parkplätze zur Verfügung. Auf jeden einzelnen dieser Parkplätze kommen im Schnitt 23 Pendler aus dem Brandenburger Umland. Das hat zur Folge, dass, wie zu sehen in Buch, rund um die Bahnhöfe wahre Anarchie am Straßenrand herrscht. Auch die Alternative, gleich mit dem Auto ins Zentrum zu fahren, belastet die ohnehin schon angespannte Situation auf Berlins Straßen. Bislang plant der Senat aber keine weiteren P+R-Parkplätze. Das teilte er der Abgeordneten Katrin Vogel (CDU) mit.

Nach Meinung der CDU-Fraktion ist das nicht der richtige Weg. Durch weitere P+R-Parkplätze könnte die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs gesteigert werden. Aber auch eine Ausweitung der Tarifzone B Richtung Bernau könnte für den Bezirk eine Entlastung bringen. Dann würden etliche Pendler vielleicht schon an den S-Bahnhöfen vor Buch ihr Auto abstellen und in die Bahn umsteigen. Der Verkehrsausschuss der BVV wird sich nun mit dem CDU-Antrag befassen.


Bernd Wähner / BW
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