Erster Spatenstich für Leonardo-da-Vinci-Gymnasium – mit 25 Jahren Verspätung

Hell. offen und funktional: So soll sich der Bau präsentieren. (Foto: huber staudt architekten)

Buckow. Erster Spatenstich an der Christoph-Ruden-Straße 3: Am 7. Juli wurde der Baubeginn des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums gefeiert. Läuft alles nach Plan, können die rund 900 Schüler nach den Sommerferien 2020 einziehen.

An selber Stelle stand das alte Gebäude. Das mussten die Kinder und Jugendlichen 1989 wegen Asbestbelastung verlassen. Sie bezogen neue Räume am Häwererweg. Fünf Jahre sollten sie dort bleiben. „Nun werden Sie ihr 30-jähriges Jubiläum im Provisorium feiern müssen. Aber die drei Jahre bis zur Fertigstellung schaffen wir auch noch“, sagte Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) zu den Lehrern und Schülern, die zur Feier gekommen waren.

Schulstadtrat Jan-Christopher Rämer (SPD) freute sich sichtlich: „Endlich wird in Neukölln wieder ein komplett neuer Schulbau errichtet. Das letzte große Bauvorhaben war die Otto-Hahn-Schule vor mehr als zehn Jahren.“ Gut 30 Millionen Euro werde der Neubau kosten. Viel Geld, aber jeder Euro, der in Bildung investiert werde, sei es wert, so Rämer.

Das Leonardo-da-Vinci-Gymnasium ist neben dem Campus Rütli, dem Campus Efeuweg und dem Neubau der Rudower Clay-Schule eines der vier Großbauvorhaben des Bezirks in Sachen Bildung. Und es ist das erste von vier Berliner Pilotprojekten für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen von Schulen. Ein „Fast-Nullenergiegebäude“ soll entstehen. „Das Ganze wird vom Bauministerium und vom Senat begleitet und zertifiziert“, sagte Katrin Lompscher (Die Linke), Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen.

Die neue Schule besteht aus zwei ineinander verschränkten zwei- und dreigeschossigen Körpern, die hell und offen wirken. Die Klassenräume werden als „Cluster“ angeordnet sein: Jeweils vier bilden eine Einheit, zu der ein Gruppenraum gehört und ein Flur, der auch zum Arbeiten genutzt werden kann. Im fünfzügigen Gymnasium lernen die Mädchen und Jungen im Ganztagsbetrieb – vernetzt und fachübergreifend.

Geplant sind aber nicht nur Fachräume für Naturwissenschaften, Kunst, Musik und Informatik, sondern auch ein großes Freigelände, ein Schulgarten und eine Kletterwand. Schließlich gehört auch die Sporthalle am Buckower Damm 282 zum Gymnasium. Bis Mitte Februar diente sie als Notunterkunft für Flüchtlinge. Nun wird sie auf Vordermann gebracht. „Die Halle soll zur neuen Schule passen. Der Senat hat uns eine Million Euro für die Sanierung bewilligt“, teilte Franziska Giffey mit. sus
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