Galeria Kaufhof schließt: Gropius Passagen verlieren Ankermieter

Über drei Etagen erstreckt sich die Galeria-Verkaufsfläche in den Gropius Passagen. Am 31. August schließt der Ankermieter. (Foto: Schilp)
Berlin: Gropius Passagen |

Gropiusstadt. Der Räumungsverkauf läuft: Galeria Kaufhof will die Gropius Passagen an der Johannisthaler Chaussee 317 verlassen. Das Unternehmen hat seinen Mietvertrag zum 31. August überraschend beendet.

Armin Devender, Verkaufschef der Galeria Kaufhof GmbH, nennt als Grund für die außerordentliche Kündigung die „unhaltbaren Umstände im Rahmen des Umbaus und die damit verbundenen, teils unerträglichen Situationen für unsere Mitarbeiter und Kunden“. Er bemängelt zeitliche Verzögerungen und organisatorische Versäumnisse. Eine verlässliche und wirtschaftliche Planung sei nicht mehr gewährleistet. Die 49 Mitarbeiter hätten die Möglichkeit, in eine andere Berliner Kaufhof-Filiale zu wechseln. Galerie Kaufhof war im Mai 2002 in das Einkaufscenter gezogen.

Michael Sommer, Sprecher des Gropius-Passagen-Eigentümers „Unibail-Radamco Germany“, widerspricht den Vorwürfen. Die Umbauarbeiten im Einkaufscenter befänden sich voll im Zeitplan. Anwälte prüften nun die Kündigung und eventuelle rechtliche Schritte.

Ungeachtet dessen würden die Modernisierungen weitergehen, die 2014 begonnen haben und im kommenden Jahr abgeschlossen werden sollen. Die Gropius Passagen sind mit rund 90 000 Quadratmetern Mietfläche und 150 Geschäften das größte Einkaufscenter in Berlin. sus
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