Bezirk baut Kita im Volkspark Jungfernheide

Inmitten des Volksparks Jungfernheide liegt das Areal der neuen Kindertagesstätte. Sie wird auf den Fundamenten der maroden Holzhütten errichtet. (Foto: Matthias Vogel)
Berlin: Volkspark Jungfernheide |

Der Bezirk begegnet der wachsenden Nachfrage nach Betreuungsangeboten für Kinder mit dem Bau einer Kindertagesstätte im Volkspark Jungfernheide. Sie wird etwa 100 Plätze umfassen, 2019 fertig sein und mit etwa drei Millionen Euro zu Buche schlagen.

Die Kita mitten im altehrwürdigen Volkspark wird auf dem zwei Hektar großen Areal gebaut, auf dem das sommerliche Feriencamp „Kinder in Luft und Sonne“ seinen Platz hat. Die in den 50er-Jahren erbauten Holzbungalows befinden sich in einem desolaten Zustand, stehen aber wie der gesamte Park unter Denkmalschutz. Die fünf geplanten Gruppenhäuser, das „Mini-Haus“ und der Zentralbereich mit Verwaltung der neuen Kita müssten deshalb auf den „Fußstapfen“ der Hütten hochgezogen werden, sagte Stadträtin Heike Schmitt-Schmelz (SPD), Leiterin der zuständigen Abteilung Jugend, Familie, Bildung, Sport und Kultur am Bezirksamt.

Derzeit läuft das Baugenehmigungsverfahren, im kommenden Jahr soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Der Jugendhilfeausschuss der Bezirksverordnetenversammlung hat am 24. Oktober beschlossen, ein Interessenbekundungsverfahren durchzuführen. Die Kita auf dem Gelände am Heckerdamm 274 soll einem freien Träger überlassen werden oder im Eigenbetrieb des Landes Berlin „Kindertagesstätten Nordwest“ laufen. Zur Erstellung eines zeitgemäßen Raumkonzepts soll der Träger in die Planung mit einbezogen werden.

Wie gemacht zum Toben

Das Grundstück im Wald scheint wie gemacht für einen Kindergarten. Direkt nebenan steht ein Kinderzoo für Kinder im Kita- und Grundschulalter, auf dem Grundstück befindet sich eine kleine Freilichtbühne, das Strandbad Jungfernheide befindet sich in unmittelbarer Nähe genauso wie ein Hochseilgarten. "Ein idealer Ort. Ich freue mich, dass das geklappt hat. Vor allem, weil wir die Kitaplätze dringend brauchen", sagt Stadträtin Schmitt-Schmelz. 

Potenzielle Träger müssen wissen: Grundlage des zu entwickelnden Gesamtkonzeptes ist ein Tagesbetreuungsangebot für Kinder im Alter von einem Jahr bis zur Einschulung. Das Angebot ist aktiv auf die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Versorgung mit Plätzen in Kindertagesstätten in der Bezirksregion Charlottenburg Nord auszurichten. Das Feriencamp „Kinder in Luft und Sonne“ soll weiterhin in den Sommerferien auf dem Gelände stattfinden, das Raumkonzept der Kindertagesstätte muss dementsprechend angepasst werden. Bezüglich der Inhalte erwartet der Bezirk unter anderem die Umsetzung des Berliner Bildungsprogramms, die Berücksichtigung unterschiedlicher familiärer Bedarfslagen, Inklusion, die Bereitschaft zur Vernetzung in die Nachbarschaft, Arbeit mit den Trägern vor Ort, die Einbindung anderer Angebote und Einrichtungen und den Verzicht auf Zusatzbeiträge.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.