Kein Quartiersmanagement: Senat will Norden des Bezirks nicht fördern

Charlottenburg-Nord. Niedriges Einkommen, Arbeitslosigkeit, Überalterung. Wenn es allein danach ginge, bräuchte der Nordzipfel Charlottenburgs ein Quartiersmanagement. Doch das ist nicht in Sicht.

Vom Spandauer Osten bis nach Moabit zieht sich ein Band von Gebieten, die an ähnlichen sozialen Problemen kranken. „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf“, die der Berliner Senat seit Jahren mit besonderer Förderung durch ein Quartiersmanagement bedenkt. Allein Charlottenburg-Nord fällt aus dem Raster, obwohl der Ortsteil aus Sicht von Anwohnern und Politikern ganz ähnlich schwächelt wie die angrenzenden Sorgenkieze anderer Bezirke. Sozialstadtrat Carsten Engelmann (CDU) äußerte jetzt auf Anfrage in der BVV sein Bedauern, dass die Förderlücke weiter offen bleibt.

Schon die Personalknappheit beim Bezirk sorge dafür, dass man künftig in Charlottenburg-Nord nicht stärker eingreifen kann als jetzt. „Mehr Personal wäre besser. Aber wir tun, was wir können“, sagte Engelmann.

Auch Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD) zeigte sich enttäuscht, dass der wichtigste Förderweg weiter verschlossen bleibt. „Schon seitdem es das Quartiersmanagement gibt, haben verschiedene Parteien sich darum bemüht, Fördergelder an Land zu ziehen. Aber alle sind gescheitert. Die Kriterien passen leider nicht ganz.“ Dass man dafür künftig Geld aus dem Programm „Stadtumbau West“ erwartet, sei immerhin „besser als nichts“. tsc
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