Mehr Starts und Landungen in Schönefeld

Charlottenburg-Nord. Mit großer Mehrheit verlangen die Bezirksverordneten vom Bezirksamt, dafür zu sorgen, dass bis zur Eröffnung des Hauptstadtflughafens "Willy Brandt" Starts und Landungen auf Tegel und Schönefeld aufgeteilt werden.

So soll der Flughafen im Norden Berlins und damit seine Anwohner entlastet werden. Bereits der Umwelt- und Naturschutzausschuss hatte mit einer Zweidrittel-Mehrheit dafür votiert, alle Hebel in Gang zu setzen, um mehr Starts und Landungen nach Schönefeld zu verlagern. Während in Tegel die Zahl der Tagesflüge deutlich zugenommen habe und der Flughafen am Rande seiner Kapazitäten arbeite, sei Schönefeld nur zu 35 Prozent ausgelastet, so das Argument von SPD und Grünen, die den Antrag gestellt haben. Die Christdemokraten in der Bezirksverordnetenversammlung halten dagegen. Am wichtigsten ist ihrer Meinung nach die Nachtruhe. Und diese werde in Tegel eingehalten. Die CDU befürchtet zusätzliche Irritationen bei den Verantwortlichen des Pannen-Flughafens Berlin Brandenburg (BER). Oberstes Ziel sei ein in Kürze funktionierender Großflughafen.

Ohnehin ist fraglich, ob ein Bezirksamt auf solche operativen Entscheidungen Einfluss nehmen kann. Der neue BER-Chef hat zudem ganz andere Vorstellungen. Hartmut Mehdorn würde gerne Tegel auch nach einer Eröffnung des neuen Großflughafens weiterhin offen halten, beispielsweise für Charterflüge.


Karen Noetzel / KEN
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