Abschluss der traditionsreichen Aktion "Kinder in Luft und Sonne"

Die angehende Erzieherin Stefanie Hammerschmidt (28) ist das erste Mal als Betreuerin dabei. (Foto: Daniel Mosler)

Charlottenburg-Nord. Eine Vorhang aus Lachen, Geschrei und Kichern umgibt den Besucher schon am Eingang. Ratespiele, Autorennen und Singwettbewerbe: Mehr als 100 Kinder feierten gemeinsam mit ihren Eltern den Abschluss der traditionsreichen Ferienwochen "Kinder in Luft und Sonne" im Volkspark Jungfernheide.

25 Betreuer – Studenten und angehende Erzieherinnen – des Jugendclubrings Berlin gestalten seit 21 Jahren die sechswöchige Ferienaktion. Für die sechs- bis zwölfjährigen Teilnehmer wird eine bunte und abwechslungsreiche Palette voller spannender Aktionen gestaltet. "Die Kinder wollen jeden Tag mehr erleben – wir besuchten dieses Jahr Schwimmbäder und Museen, sogar eine Bowlingbahn und ein Hochseilgarten standen auf dem Programm", meint Harald Bohn, 1. Vorsitzender des Jugendclubring.

Die sechs Wochen versprechen jedes Jahr aufs neue Spaß für die Kinder – und für die Eltern einen Moment zum Verschnaufen: "Die Kinder in den Urlaub zu schicken, ohne selbst die Koffer packen zu müssen, das ist ein seltener Luxus", meint Claudia Welz aus Charlottenburg. Viele Eltern sind berufstätig und auf die Kinderbetreuung in den Ferien angewiesen. Drei Wochen Ferienfreizeit kosten 65 Euro pro Kind, inklusive Eintrittspreise und Verpflegung. Eltern mit weniger finanziellen Möglichkeiten können Unterstützung vom Land Berlin beantragen. "Das gibt den Kindern Chancengleichheit, jedes Kind erfährt in den sechs Wochen den gleichen Spaß – unabhängig davon, was die Eltern für finanzielle Möglichkeiten haben", sagt Bohn.

Mit dieser Motivation startete der Jugendclubring vor 21 Jahren die Ferienaktion. In den vergangenen sechs Wochen nahmen 230 Kinder teil, in 21 Jahren sind so mehr als 10 000 Kinder zusammengekommen. "Unsere Kinder kommen aus den unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen", so Bohn. Gerade deshalb seien ein familienpolitisches Engagement und der Vorrang von Bedürfnissen von Familien besonders wichtig, meint Bürgermeister Reinhard Naumann, selbst begeisterter Besucher des Abschlussfestes. Der Bezirk ist der letzte, der die Ferienfreizeit noch unterstützt. Naumann, früher auch Jugendstadtrat, sieht in der Freizeit ein wichtigen Beitrag zu einer friedlichen Gesellschaft. Ende Dezember wird über die weitere Finanzierung entschieden. DM

Der Jugendclubring möchte das Programm auch in den nächsten Jahren weiter ausbauen – damit das Treiben im Volkspark Jungfernheide auch zukünftig so bunt und fröhlich bleibt. Anmeldung für die Ferienwochen 2016 sind unter www.zille54.de bereits möglich.
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