AG City kämpft für Wolkenkratzer am Hardenbergplatz

Dem Fernsehturm fast ebenbürtig: der Wolkenkratzer namens Hardenberg. (Foto: Simulation: Langhoff)

Charlottenburg. Ringen um den Riesen vom Zoo: Mit ihrem Vorstoß zur Errichtung eines 209 Meter messenden Hochhauses auf dem Hardenbergplatz war die AG City beim Bezirk zwar abgeblitzt. Doch nach Gesprächen mit Landespolitikern fühlt sie sich ermutigt.

Wer glaubte, die Debatte um den Hardenberg-Tower sei beendet, den belehrt die AG City in diesen Tagen eines Besseren. An der Seite des Architekten Christoph Langhof absolvierte Vorstandsmitglied Gottfried Kupsch mehrere Gesprächsrunden mit Landespolitikern aus allen Lagern. Und hörte durchaus wohlwollende Reaktionen. Der Grundtenor: Das Einbringen von städtebaulichen Ideen ist zu begrüßen. "In keinem Gespräch kamen Zweifel auf, dass man für das Bauvorhaben keinen Investor finden würde. Die besondere Lage und die herausragende Architektur sprechen dafür, dass sich große internationale Entwickler und Nutzer für das Vorhaben interessieren würden", teilte die AG City nach Abschluss der Dialoge mit. Ganz so optimistisch äußern sich die Gesprächspartner allerdings nicht. "Ansprechender Architekturvorschlag, falscher Standort", befindet zum Beispiel Stefan Evers (CDU). Auch die meisten anderen Abgeordneten zeigten sich eher erstaunt über den begeisterten Tonfall des AG City-Schreibens.

Seitens des Bezirks hatte es im vergangenen Oktober angesichts des Alleingangs der AG City scharfe Kritik gegeben. Man befürwortet am Tor zur City West nur sanfte Umbaumaßnahmen ohne zusätzliche Bebauung - und hat hierfür derzeit drei Entwürfe zur Auswahl. Anrainer sind dazu aufgerufen, Stellungnahmen abzugeben und eigene Ideen einzubringen. Aus dem Prozess allerdings hat sich die AG City als Vertreterin von über 300 Unternehmen rund um den Kurfürstendamm verabschiedet. Wie dieser Bruch gekittet wird, dürfte darüber entscheiden, was auf dem Hardenbergplatz tatsächlich geschieht.


Thomas Schubert / tsc
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