Beim BER folgt Panne auf Panne / Grüne fordern Kontrollen

Berlin. Statt Fortschritte gibt es immer neue Pannenmeldungen vom neuen Hauptstadtflughafen. Das Bundesverkehrsministerium will - wie die Berliner Grünen - nun externe Kontrolleure einschalten.

Ob Schallschutz, Entrauchungsanlage, Korruption oder immer höhere Kosten: die Negativmeldungen reißen nicht ab. Hartmut Mehdorn, der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, hat zwar angekündigt, Ende des Jahres endlich einen Termin für die Eröffnung nennen zu wollen, doch das Vertrauen in ihn scheint zu schwinden.

Erst vor einigen Tagen hat das Bundesverkehrsministerium gefordert, dass eine externe Instanz künftig die Ausgaben kontrollieren solle. Die Berliner Grünen gehen noch weiter und meinen, dass nicht nur die Flughafengesellschaft, sondern auch der Aufsichtsrat Unterstützung von außen nötig hätte. "Das sind doch alles keine Leute vom Bau mit Fachwissen. Wir haben einen Antrag gestellt, dass allen Entscheidern die Ergebnisse von externen Kontrollen vorgelegt werden müssten", sagt Harald Moritz, der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Er ist im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr vertreten und hat kein Verständnis mehr für die ständigen Pannen. Seiner Meinung nach hinterfragt der Aufsichtsrat die Arbeit der Flughafengesellschaft viel zu wenig, und wenn Probleme sichtbar werden, habe das keine Konsequenzen. "Die Berliner Bürger brauchen Klarheit", fordert er. Einen konkreten Eröffnungstermin zu nennen, sei jedoch sicher schwer.

"Einen Ablaufplan und einen Zeitrahmen müssten die Beteiligten den Steuerzahlern, deren Geld in den Pannenflughafen fließt, aber langsam nennen können", so Moritz. 4,3 Milliarden Euro sind bislang für den BER verplant. Und Mehdorn will noch mehr als 1,1 Milliarden Euro zusätzlich.


Jana Tashina Wörrle / jtw
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