Das neue Gesicht der Otto-Suhr-Allee

Alle Abteilungen an einem Ort: Die Deutsche Bank feierte nun Richtfest für ihre neue Berlin-Zentrale. (Foto: Promo)

Charlottenburg. Rotierende Kräne vor neuen Fassaden: Nordwestlich des Ernst-Reuter-Platzes reifen zwei Bauprojekte heran, die den Charakter einer Magistrale ändern werden. Es entstehen moderne Büros und über 100 Wohnungen – aber kein Luxus.

In Höhe des Rathauses Charlottenburg: schlichtes Gemäuer der 50er–Jahre. Doch an ihrem Ausläufer am großen Rondell des Reuter-Platzes trägt die Otto-Suhr-Allee – eine der günstigsten Wohngegenden der City West – bald ein anderes Antlitz zur Schau als die bekannte Reihung von Mietshäusern bislang hergab.

Hier nimmt zum einen der Wohnkomplex des Ottilie-von-Hansemann-Hauses Form an. Zum anderen die neue Berlin-Zentrale der Deutschen Bank. Im Hofbereich des einstigen Studentinnenwohnheims mit Hansemanns Namen feierten die Bauherren Dirk Germandi und Martin Rasch jetzt Grundsteinlegung für ein Neubauensemble, das gemeinsam mit dem Gründerzeit-Bestandsbau Raum für 108 Wohnungen ergibt, die voraussichtlich im Herbst 2016 bezogen werden.

Wenig Luxus


Laut Germandi erwartet Bewohner in den Hausnummern 18 – 20 „kein Luxus, aber zeitgemäßer Komfort.“ Als mögliche Zielgruppe hatte er bei der Projektvorstellung Angehörige der angrenzenden Technischen Universität Berlin benannt.

In jedem Fall hausen die neuen Anrainer künftig in direkter Nachbarschaft von 2800 Mitarbeitern der Deutschen Bank. Sie finden Platz in der neuen Repräsentanz des Geldinstituts, bestehend aus dem bekannten Hochhaus und einem siebenstöckigen Neubauriegel, künftig zusammengefasst unter der Adresse Otto-Suhr-Allee 6-16.

Zum Richtfest erlaubt die Optik mit wagerechten Fenstern bereits eine konkrete Ahnung auf den endgültigen Zustand. Jedoch will die Bank nicht selbst Eigentümer werden, sondern mietet die Büroflächen von der Firma Art-Invest Real Estate, die sich das Projekt rund 150 Millionen Euro kosten lässt.

Neben diesen beiden Bauprojekten steht zum Herbst 2016 noch ein drittes vor der Fertigstellung: Das Wohnensemble „Carré Charlotte“ der CG Gruppe mit 260 Unterkünften – auch diese liege deutlich oberhalb des bisherigen Wohnniveaus, aber unterhalb der Schwelle zur Nobelbleibe. tsc
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