Hintergleiswände am U-Bahnhof Bismarckstraße sind fast fertig

Bis der U-Bahnhof Bismarckstraße komplett in neuem Glanz erstrahlt, müssen sich die Fahrgäste noch bis 2019 gedulden. (Foto: Matthias Vogel)
Berlin: U-Bahnhof Bismarckstraße |

Charlottenburg. Der Fortschritt muss den Fahrgästen schleppend erscheinen, aber es gibt ihn. Die Renovierung der Hintergleiswände am U-Bahnhof Bismarckstraße durch die BVG ist in die letzte Phase gegangen. Ende November soll die letzte Fliese verklebt sein.

Unwirtlich sieht es aus, auf dem Weg in und im Schacht des U-Bahnhofs Bismarckstraße. Es ist staubig, Absperrgitter stehen vor den Gleiswänden an den Bahnsteigen. Die Verkabelung an der Decke ist unverkleidet, genauso wie die löchrigen Wände an den Treppen hinab in den Untergrund. Wer hier regelmäßig ein-, aus- oder umsteigt, hat sich aber schon an den Baustellen-Look der Haltestelle gewöhnt. Über zwei Jahre dauert die 12,5 Millionen Euro teure Grundsanierung bereits.

Das hat zwei entscheidende Gründe. Zum einen wird nur in der nächtlichen Betriebspause des Fahrplans gearbeitet – also nur drei bis vier Stunden täglich. „Die Alternative wäre gewesen, den Bahnhof für ein Jahr lang komplett zu schließen“, sagt BVG-Pressesprecher Markus Falkner. Zum anderen mussten in der Vergangenheit unliebsame Überraschungen verarbeitet werden. Nach der Demontage des alten Verkleidungsmaterials – aus brandschutztechnischen Gründen erforderlich – entdeckten die Fachleute beispielsweise ein Leck in der Betondecke, das zunächst abgedichtet werden musste. Dadurch geriet das Projekt in monatelangen Verzug. Und dennoch: Hier, wo sich oben die Bismarckstraße und Wilmersdorfer Straße und unten die U-Bahnlinien U2 und U7 kreuzen, geht es voran. Gerade wurde die dritte und damit letzte Phase der Hintergleiswandverkleidung auf der Etage der U7 eingeläutet. An einigen Stellen fehlen noch die bereits auf der U2-Ebene verwendeten grünen Fliesen und der wiederkehrende Name der Haltestelle an den Wänden, aber man kann sich schon vorstellen, wie es Ende November aussehen wird. Bis dahin hält die BVG während der nächtlichen Bauphasen den Pendelbetrieb im 20-Minuten-Takt zwischen den U-Bahnhöfen Richard-Wagner-Platz und Fehrbelliner Platz, von Sonntag bis Donnerstag und jeweils von 22 Uhr bis Betriebsschluss aufrecht. Bezüglich der gesamten Sanierung des wichtigen Umsteigebahnhofs müssen sich die Passagiere noch länger gedulden. „2019 wollen wir fertig werden“, sagt Falkner. „Wir liegen im Zeitplan.“ maz
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