Fenster zwischen Uni und City: TU-Studenten liefern frische Gestaltungsideen

Aufgebrochene Barriere: So stellen sich Architekturstudenten ein Café vor, das als Bindeglied zur City dienen soll. (Foto: Simulation: Tismer, Hiebert, Meholm)

Charlottenburg. Das städtische Leben und das Treiben am Campus - bislang scheint es wie entkoppelt. Jetzt zeigten Studenten der TU Berlin, wie man die getrennten Lebenswelten verbinden könnte: mit einem Café am Ernst-Reuter-Platz.

Wo Zweckbauten auf ein Rondell für Autos und Busse blicken, da hat es die Gemütlichkeit schwer. Wie sich der Wunsch nach Einkehr und Innehalten am hektischen Ernst-Reuter-Platz dennoch bedienen lässt, darüber zerbrachen sich Architekturstudenten der TU Berlin den Kopf. Und heraus kam ein Entwurf, wie man ihn in manch einem Szenekiez vermuten würde. Nicht aber im früheren Gebäude des Instituts für Bergbau und Hüttenwesen.

Hier soll ein Café entstehen, das den Begriff "Schaufenster" sehr wörtlich nimmt. So zeigen Simulationen einen lichtdurchfluteten Aufbau mit großflächiger Glasfront zur Hertzallee. Eine wichtige Schneise, die vom derzeitigen Bau völlig abgeschottet bleibt.

Dass sich die Studenten für ein Café entschieden und nicht für einen simplen Durchgang, geschah mit Bedacht. "Es soll den Platz nach außen für Passanten öffnen und so einen einzigartigen Treffpunkt in der Stadt kreieren", erklärt Burkhard Lüdtke als verantwortlicher Dozent das Werk seiner jungen Gestalter. Auch die übrigen Ideen für das äußerst nüchterne Gebäudeensemble lassen aufhorchen. Für den angrenzenden Willy-Kreuer-Bau angedacht sind Ausstellungsräume, ein Centre for Entrepreneurship sowie neu geschaffene Konferenz- und Tagungsräume. Sogar von einem "Späti für Studierende" ist die Rede. Wie viel Realitätsgehalt in diesen Vision steckt, wird sich schon in diesem Jahr zeigen. Dann beginnen erste Bauarbeiten mit dem Ziel der Fertigstellung in 2016.


Thomas Schubert / tsc
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