SPD fordert Ausbau der Ganztagsbetreuung in Schulen und Kitas

Berlin. In Grundschulen und Kitas soll es nach dem Willen der SPD-Bundestagsfraktion mehr Ganztagsbetreuung geben. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sieht Berlin bereits bestens aufgestellt.

Viele Schulen und Kitas in Deutschland sind nicht für eine Ganztagsbetreuung von Kindern ausgestattet. Mütter und Väter hingegen würden nach Ansicht der SPD gerne mehr arbeiten und ihre Kinder länger in die Kita schicken oder in der Grundschule gut betreut wissen.

Zumindest sagt Thomas Oppermann von der SPD-Bundestagsfraktion einem Bericht der Rheinischen Post zufolge, dass derzeit Väter und Mütter am frühen Nachmittag zur Kita hetzen müssten, um ihre Kinder abzuholen. „Oder sie können nur halbtags arbeiten, weil die Grundschule keine Nachmittagsbetreuung anbietet.“ Die SPD setzt sich deshalb dafür ein, Eltern einen Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung zuzusichern.

Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie bleibt bei dem Thema gelassen. „Berlin hat bereits jetzt ein hervorragendes Angebot an Ganztagsbetreuung – auch im bundesweiten Vergleich“, sagt Pressesprecher Thorsten Metter. Das gelte sowohl für Kitas als auch für Schulen. Doch er fügt an: „Eine Sache, die gut ist, kann natürlich noch besser werden. Deshalb begrüßen wir Initiativen, die diesen Prozess unterstützen.“ Es sei klar, dass das Geld kostet. Auch die Berliner Regierungskoalition hat Pläne, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern sollen: Spätestens ab August 2018 soll jedes Kind mit Vollendung des ersten Lebensjahres einen Kitabasisgutschein erhalten und damit sieben Stunden pro Tag betreut werden können. Bleibt nur offen, wer die Betreuungsstunden leisten soll, denn noch immer gibt es zu wenige Kitaplätze und auch für die Grundschulen wird dringend nach Personal gesucht. jtw
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