Gewerkschaft der Berliner Polizei fordert mehr Personal

Berlin. Die Hauptstadt wird größer und größer. Doch wächst die Bevölkerung, dann steigt auch die Zahl der Menschen, die im Notfall zu versorgen sind. Die Berliner Rettungsdienste sind inzwischen am Limit. Die Gewerkschaft der Polizei fordert nun mehr Personal und eine bessere Ausstattung.

Innerhalb von acht Minuten sollte ein Rettungswagen am Einsatzort sein. Wenn die Feuerwehr diese Zeiten in einem Jahr in 75 Prozent der Fälle erreicht, sind die sogenannten Schutzziele erfüllt, die der Senat offiziell vorgegeben hat. Im vergangenen Jahr konnten die Rettungsdienste der Feuerwehr das jedoch in den Innenstadtbezirken nur zu 44 Prozent gewährleisten, weil zu wenig Personal vorhanden war. In den Außenbezirken wurde manchmal noch mehr Zeit benötigt. Dazu kommt, dass die Einsatzfahrzeuge und die dazugehörige Ausstattung teilweise so alt sind, dass sie nicht mehr den Anforderungen entsprechen, die nötig wären, um alle Berliner schnell zu versorgen.

"Berlin geht es heute wirtschaftlich wieder besser, es muss dringend investiert werden. Wir brauchen ein langfristiges Personalkonzept", sagt Silvia Brinkhus, Sprecherin der Gewerkschaft der Berliner Polizei (GdP Berlin). Sie fordert eine sofortige Aufstockung der Einsatzkräfte und hat den Senat bereits Mitte Juni zum Handeln aufgerufen.

Nötig ist laut Brinkhus eine langfristigere Planung auch deshalb, weil den Rettungskräften der Nachwuchs fehlt. Zu wenige geeignete Jugendliche würden sich für den Beruf interessieren. Zudem scheiden in den nächsten Jahren viele Mitarbeiter altersbedingt aus.

"Unsere Feuerwehr fährt die meisten Einsätze, wird aber bundesweit am schlechtesten bezahlt. Wer soll es da den jungen Leuten verdenken, wenn sie sich beruflich anders orientieren?", kritisiert Silvia Brinkhus.


Jana Tashina Wörrle / jtw
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