Raser stoppen: Autorennen durch die Berliner Innenstadt nehmen zu

Berlin. Kaum eine Woche vergeht, ohne eine Raser-Meldung. Und immer wieder finden gefährliche, illegale Autorennen statt. Der ADAC fordert eine höhere Kontrolldichte.

Der Ku-Damm wird immer mehr zur Rennstrecke – ähnlich wie andere Straßen in der Berliner Innenstadt. Um die Raserei zu stoppen, fordert der ADAC Berlin-Brandenburg mehr Kontrollen und Blitzer. Die Blitzer sollten aber nicht fest in-stalliert werden, sagt Daniel Tolksdorf, Sprecher des Automobilclubs.

„Wir brauchen mobile Blitzer und mehr Zivilstreifen.“ Auf diese Weise könnten sich die Raser nie sicher sein und das Problem würde nicht auf andere Straßen verlagert. Außerdem ist Tolksdorf für mehr Aufklärung. Sie müsse schon in den Fahrschulen beginnen.

Härtere Strafen lehnt er jedoch ab. Die aktuelle Gesetzeslage reiche aus: Jeder, der an einem illegalen Autorennen teilnimmt muss mit einem Bußgeld von 400 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot rechnen – vorausgesetzt er wird erwischt.

Derzeit gibt es in Berlin 18 stationäre Blitzer und die Polizei verfügt zusätzlich über mehrere mobile Geräte. Nach Angaben von Sven Heinrich, Leiter Verkehrssicherheit bei der Berliner Polizei, finden zudem Kontrollen bei besonders PS-starken und getunten Autos statt. Geprüft werden Zulassung und Ausstattung.

„Man kann immer mehr gegen Raser machen, aber wir wollen keine flächendeckende Überwachung“, sagt Heinrich. Allerdings gibt er zu, dass die Zahl der illegalen Autorennen und extremes Rasen einzelner gestiegen sind.

CDU-Innensenator Frank Henkel denkt inzwischen über strengere Maßnahmen nach. Er hält vieles für möglich: die Verschärfung des Rechts, die Beschlagnahme von Fahrzeugen oder den konsequenteren Entzug des Führerscheins. jtw
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