Plattgetreten: Festival Lollapalooza hinterlässt Spuren

Berlin. Es wird dauern, bis sich der Rasen im Treptower Park vom Festival Lollapalooza erholt hat. Die Bürgerinitiative Treptower Park ist sauer; für die Veranstalter lief alles nach Plan.

Es waren 140.000 Musikfans, die im September im Treptower Park feierten. Das zweite Lollapalooza-Festival in Berlin ließ die Gäste tanzen und den Rasen leiden. Bei den Aufräumarbeiten zeigten sich die Folgen.

Das Lollapalooza versucht eigentlich, es seinen großen Vorbildern in den USA, in Chile und Brasilien nachzumachen und Menschen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zum Feiern anzuregen. Doch nachhaltig war der Umgang mit dem Rasen des Treptower Parks nicht, denn dieser ist kaputt. Eine Renaturierung wird nach Ansicht der Bürgerinitiative Treptower Park Monate in Anspruch nehmen. Viele Schäden würden erst in der nächsten Vegetationsperiode sichtbar werden, wenn der neue Rasen nachwachsen soll.

Die Initiative hatte sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung dagegen ausgesprochen, dass sie mitten in einem Park stattfindet. Nun fühlen sich die Festivalgegner bestätigt. Insbesondere auf der großen Naturwiese seien gravierende Schäden entstanden, teilt die Initiative mit. Doch die Macher bleiben trotz der Vorwürfe gelassen. „Es war von vornherein klar, dass die große Wiese nach dem Festival renaturiert werden muss“, sagt Tommy Nick vom Veranstaltungsteam. Pünktlich im Frühjahr werde sie wieder nutzbar sein, da jetzt der kaputte Rasen abgetragen und neuer nachgesät werde. Das sei alles genau so eingeplant gewesen. Ingrid Lehmann, die Leiterin des Grünflächenamts Treptow-Köpenick, hat den Park nach dem Festival der Berliner Zeitung zufolge als „schadensfrei und sauberer als an normalen Wochenenden bezeichnet“. Eine solche Aussage nennt die BI „bedauerlich“. jtw
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