Regionalmanagement und Aktives Zentrum Hand in Hand

Dirk Spender und Silke Wiesenhütter sprachen auf Einladung der IG Kurfürstendamm in der Bristol Bar des Hotel Kempinski über ihre Arbeit. (Foto: Schubert)

Charlottenburg-Wilmersdorf. Sie sind Netzwerker der City West und Impulsgeber der Stadtentwicklung: Dirk Spender und Silke Wiesenhütter standen bei den Kurfürstendamm-Gesprächen im Hotel Kempinski Rede und Antwort.

Die Zeit, als rund um den Ku’damm reihenweise Geschäfte schlossen, liegt erst wenige Jahre zurück und ist heute trotzdem kaum noch vorstellbar. Es waren die Zeiten, als das Regionalmanagement City West damit begann, den Boulevard mit allen Beteiligten wieder auf internationales Niveau zu hieven. Bis das Programm 2016 ausläuft, haben Dirk Spender und sein Team noch Zeit, um die verbleibende Baustellen in den Blick zu nehmen. Der entscheidende "Imagedreher", sagte bei der aktuellen Veranstaltung der Interessengemeinschaft Kurfürstendamm, sei der Bau des Hotels Waldorf Astoria gewesen.

Unterstützung erhält er von Silke Wiesenhütter, die als Koordinatorin des Bund-Länder Förderprogramms Aktives Zentrum City West bisher 3,6 Millionen Euro nutzbar machte für Verbesserungsmaßnahmen im Zielgebiet. Zwar läuft das Projekt 2015 aus, die bis dahin beantragten Mittel können aber noch bis 2019 fließen.

Ein Kritikpunkt, der bei dem Gespräch mehrfach zu hören war: Bei Neugestaltung von Stadtplätzen fehlt Anwohnern ein durchgängiges Konzept. Bisherige Maßnahmen, wie etwa am Lehniner Platz, scheinen manchen "uninspiriert". Man vermisst eine "Corporate Identity", also ein Merkmal, das City West-Bereiche von anderen abhebt. Dies sind Bemerkungen, die Spender interessiert zur Kenntnis nimmt, aber verbunden mit dem Hinweis auf den eingeschränkten finanziellen Rahmen.

Vielversprechend scheint laut Spender die Bemühung der AG City zur Schaffung eines Business Improvement Districts. Der könnte Grundeigentümer am Kurfürstendamm dazu verpflichten, für die Bepflanzung auf dem Mittelstreifen des Boulevards Sorge zu tragen. Zwar ist dieses Vorhaben noch Zukunftsmusik, aber es steht schon fest: Ohne Geld aus privaten Kassen kann der Ku’damm nicht aufblühen.


Thomas Schubert / tsc
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