Mierendorffinsel bleibt im Rennen: Bezirk erreicht zweite Phase des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“

Eine Idee, die haften bleibt: Neuerdings vertreibt die Projektverantwortliche Andrea Isermann-Kühn die nachhaltige Insel auch als Sticker. (Foto: Thomas Schubert)

Charlottenburg. Das Leben von morgen schon heute denken: Zusammen mit der Initiative „Nachhaltige Mierendorffinsel 2030“ hat der Bezirk eine Jury beeindruckt. Jetzt geht es in Runde zwei des Projekts „Zukunftsstadt“ um die Verwirklichung erster Ideen – durch Grips und Geld.

Mit zwei Speerspitzen ging Charlottenburg-Wilmersdorf ursprünglich ins Rennen. Und nachdem sich 51 deutsche Kommunen mit ihren Beiträgen für den Wettbewerb „Zukunftsstadt“ gegenseitig überboten haben, steht nun fest: Der City West-Bezirk hat die erste Runde überstanden, rückt mit der Mierendorff-Insel als Versuchsfeld für nachhaltige Stadtentwicklung vor in die zweite Runde. Und hat nur noch 19 andere Mitbewerber neben sich.

Als einziger erfolgreich gestarteter Teilnehmer aus Berlin hat der Bezirk damit eine Jury des verantwortlichen Bundesministeriums für Bildung und Forschung so beeindruckt, dass man nun auch Geld zur Umsetzung von Ideen bekommt: 200 000 Euro stehen für die Verfestigung von Geistesblitzen bereit.

„Jetzt geht es mit Volldampf weiter“

„Jetzt geht es mit Volldampf weiter“, freute sich Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) über die frohe Kunde aus dem Ministerium. Im Frühling hatte eine Inselkonferenz das Projekt „Nachhaltige Mierendorffinsel 2030“ unter Beteiligung von Hunderten Bürgern entscheidend vorangebracht. „Die Idee ist es, einen gemeinsam von Verwaltung, Politik und Einwohnerschaft getragenen Prozess fortzuführen, um die Einwohner zu qualifizieren und zu befähigen, ihr Lebensumfeld zu gestalten und zu verwalten, mit dem Ziel eines Bewusstseinswandels: weg vom Nutzer beziehungsweise Benutzer der Insel, hin zum eigenverantwortlichen und selbstbewussten Eigentümer der Insel“, heißt es in der Erklärung des Bezirks.

Diese Vision befindet sich in Konkurrenz zu Vorhaben anderer Kommunen: Verkehrswege in Parkanlagen planen die einen, neue Nachbarschaftskonzepte oder Energiegewinnung aus Abwasser erwägen andere. Nicht mehr im Rennen ist allerdings der zweite Hoffnungsträger des Bezirks. Die Initiative Bundesplatz schied mit ihren Ideen für eine Abkehr von der autogerechten Stadt trotz professioneller Konzepte und breiter Resonanz vorzeitig aus. tsc
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