Nacktfotos sind rechtens

Charlottenburg. Nach mehreren Beschwerden über anzügliche Nacktfotos im Fenster eines Restaurants in der Kantstraße untersuchte die Gleichstellungsbeauftragte Carolina Böhm den Fall. Sie fand aber keine rechtliche Handhabe, um die Zurschaustellung zu stoppen. „Ich kann den Bürgern nur mitteilen, das die Dekoration der Schaufenster Sache der Ladeninhaber ist“, sagte Böhm. Gleichwohl ließ sie wissen: „Wir befinden uns an der Grenze dessen, was für die einen individuelle Freiheit bedeutet, wobei sich andere jedoch durch derartige offensive Bildsprache im öffentlichen Raum gedemütigt fühlen.“ Ähnlich machtlos sei man in einem anderen Fall: Die Werbung für ein 24-Stunden-Brustimplantat an einer Ecke des Ku'damms wird ebenfalls erst dann verschwinden, wenn es der Anbieter will. tsc
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