Senat finanziert 2015 das Sicherheitskonzept für den Karneval der Kulturen

Berlin. Der Karneval der Kulturen zieht zu Pfingsten immer viele Menschen nach Berlin. In diesem Jahr stand er auf der Kippe, weil ein nötiges Sicherheitskonzept hohe Kosten nach sich zieht. Nun ist er gerettet, da der Senat die Kosten trägt. Für 2016 bleibt alles offen.

Der Senat und der bisherige Veranstalter des Karnevals der Kulturen hatten ihre Zusammenarbeit Ende 2014 beendet. Zu groß waren die Differenzen um ein dringend benötigtes, aber teures Sicherheitskonzept. Außerdem gab es Kritik am Veranstaltungskonzept, das in den vergangenen Jahren immer kommerzieller geworden sei. Also sollte ein neuer Veranstalter her. Und der ist zumindest für diese Jahr nun gefunden. Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) kündigte vergangene Woche an, dass die gemeinnützige Landesgesellschaft Kulturprojekte Berlin den Karneval in diesem Jahr organisieren wird. Sie war auch für die Lichtgrenze zum Mauerfalljubiläum zuständig. Die zusätzlichen Kosten von 300.000 Euro, die durch erweiterte Sicherheitsmaßnahmen entstehen, trägt der Senat 2015 selbst. Wie es 2016 weitergeht, ist allerdings noch ungewiss. Nach Angaben des rbb haben die teilnehmenden Künstlergruppen den Wunsch, über das Konzept der gesamten Veranstaltung nochmals zu diskutieren.

Das bestätigt Günter Kolodziej, Sprecher der Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten. Die Frage, wie kommerziell der Karneval der Kulturen künftig sein darf, werde dabei Thema sein. Grundsätzlich freut sich Kolodziej allerdings, dass Umzug und Straßenfest in diesem Jahr gerettet werden konnten.

"Berlin ist eine Metropole der Vielfalt. Der Karneval der Kulturen ist auch Imagewerbung für die Stadt", sagt der Sprecher. Dass ein Sicherheitskonzept überhaupt nötig sei, liege an der gestiegenen Besucherzahl.


Jana Tashina Wörrle / jtw
2
Diesen Autoren gefällt das:
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.