Bezirk würdigt ehrenamtliches Engagement im Bildungswesen

Tyrell Amajuru-Black, Marcel Schicke, Mona Alsayad, Selina Diaby und Zyad Wahdan wurden von Jürgen Clausen und Stadträtin Elfi Jantzen geehrt. (Foto: Wecker)

Charlottenburg-Wilmersdorf. Am 6. Juni würdigte der Bezirk zum achten Mal Schüler, Lehrer, Erzieher und Eltern, die sich durch ihr ehrenamtliches Engagement für das Bildungswesen auszeichnen.

Häufig ist es so, dass die Engagiertesten kaum die Zeit aufbringen können, um im feierlichen Rahmen Urkunden entgegenzunehmen. So erging es Kelian Gutheins von der DLRG, der außerdem seit 2004 der Jugendfeuerwehr in Kleinmachnow angehört, wo er an der Technik, für die Brandbekämpfung und Unfallhilfe ausgebildet wird. Bei der DLRG lernt er dazu die Wasserrettung. Häufig eilt er auf dem Stößensee gekenterten Seglern zu Hilfe. Laura Frentzel, die gemeinsam mit Marco Braune für die gesamte Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks die Urkunde entgegennahm, wurde von ihrem Vater begleitet. Der konnte gerade noch stolz seiner Tochter gratulieren, dann musste er schon in die Hochwassergebiete aufbrechen, um als Kranführer Hilfe zu leisten. Erst am Sonntagabend wird er von dem Einsatz zurückkehren und dann am Montag wieder seinen Dienst auf der Arbeitsstelle antreten. Solche Eltern sind für die Kinder Vorbild, die dabei zugleich lernen, dass ehrenamtliches Engagement manchmal auch Verzicht zugunsten der solidarischen Hilfe für Menschen in Not bedeutet.

Zu den Ausgezeichneten gehörte auch der Vorstand des Kinder- und Jugendparlaments. Sechs Jahre hat die Vorsitzende Isabell Beck von der Friedrich-Ebert-Schule miterleben können, wie der Respekt der Bezirksverordneten vor den jungen Parlamentariern gewachsen ist. "Mit uns ist zu rechnen, wenn Jugendeinrichtungen an freie Träger übergeben und Grundstücke von Jugendeinrichtungen veräußert werden." Zum vierten Mal wurde ein Sonderpreis für Gewaltprävention verliehen. Diesen Preis erhielt in diesem Jahr die Charles-Dickens-Grundschule in Westend. Als eine der ersten Berliner Schulen bildet sie Streitschlichter aus, die während der Pausen Auseinandersetzungen unter den Schülern verhindern. Die Schüler erhielten die Präsentationsmappe "Engagement 50 plus". Die Preisträger haben mehr als 50 ehrenamtliche Stunden für soziale Arbeit aufgebracht. Dabei machten sie Erfahrungen, die ihnen an den Schulen nicht so vermittelt werden.


Frank Wecker / FW
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