Die Berliner Woche blickt zurück (Ausgabe Wilmersdorf)

Harald Köhring und Frank Friedrich von "Maximilian" an der Wiege der Currywurst: Der Imbiss Blisse-/Ecke Hildegardstraße feiert 50-jähriges Jubiläum. (Foto: FW)
 
Auf leisen Sohlen: Axel Radowsky montiert die erste Flüsterbremse für Güterzugwaggons in Grunewald. (Foto: FW)

Wilmersdorf. Das neue Jahr steht vor der Tür. Höchste Zeit also, auf die wichtigsten Ereignisse der vergangenen zwölf Monate zurückzublicken.

Januar

Die Mehrheit der Zählgemeinschaft von SPD und Grünen beschließt im Stadtplanungsausschuss, dass in der Kleingartenkolonie Oeynhausen rund 150 von 302 Parzellen für den Wohnungsbau abzubrechen sind.

Auf dem Teufelsberg werden erstmals Wintertouren zur ehemaligen Abhörstation angeboten. Besucher können sich bei ehemaligen Nachrichtendienstlern US-amerikanischer Geheimdienste aus erster Hand informieren.

Februar

Das Integrationswerk "Respekt" eröffnet im Haus "Pangea" in der Trautenaustraße 5 einen interkulturellen Treff, der nach den Maßstäben der Inklusion ausgerichtet ist.

Auf der Berlinale wird die sich über 25 Jahre erstreckende Dokumentation "Berlin - Ecke Bundesplatz" gewürdigt. Die Autoren Detlef Gumm und Hans-Georg Ullrich lösen danach ihre Firma Känguruh Film in der Mainzer Straße auf.

März

Mit der Eröffnung der deutsch-polnischen Kita in der Westfälischen Straße 17 und der Kita in der Tübinger Straße 1 hat Wilmersdorf zwei neue Kitas bekommen. Beide Einrichtungen befinden sich in der Trägerschaft des Nachbarschaftsheims Schöneberg.

Die Schweizer SSN Group AG gibt die Pläne für ihr Grundstück Bundesallee/Ecke Nachodstraße bekannt. Auf dem 33.500 Quadratmeter großen Areal sollen ab 2014 insgesamt 80 Wohnungen sowie Häuser für Büro- und Gewerbe entstehen.

April

Die Kleingärtner der Kolonie Oeynhausen werden von der neu gegründeten Bürgerinitiative "Wilmersdorf braucht Oeynhausen" unterstützt. Die rbb Abendschau berichtet direkt von einer Bürgerversammlung, auf der die Kleingärtner und ihre Unterstützer nahezu einhellig fordern, die gesamte Kleingartenanlage zu erhalten. An dem unter Denkmalschutz stehenden Currywurststand an der Blisse-/Ecke Hildegardstraße wird 50-jähriges Betriebsjubiläum gefeiert. Hier gibt es die Originalcurrywurst mit der von Herta Heuwer erfundenen Soße.

Mai

Durch Vandalismus wird der Siegfriedbrunnen auf dem Rüdesheimer Platz erneut beschädigt. Dem Reiter wurde der Unterarm und seinem Pferd ein Bein abgeschlagen. Die Anwohnerinitiative Rüdinet unterstützt die Restauration des Brunnens.

Die BVV beschließt, zur Aufklärung der Vorgänge um den Verkauf der Kleingartenkolonie Oeynhausen einen Untersuchungsausschuss einzusetzen.

Juni

Am 19. Juni wird in der Eisenzahnstraße 32 der Grundstein für ein neues Bürogebäude der Deutschen Rentenversicherung mit 24.700 Quadratmetern Bruttogeschossfläche gelegt. Hier entstehen 1050 neue Arbeitsplätze.

In der Bahnbetriebsstätte des Güterbahnhofs Grunewald in der Cordesstraße wurde im Beisein von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und Bahnchef Rüdiger Grube die erste Flüsterbremse für Güterzugwaggons montiert.

Juli

Der Volkspark Wilmersdorf wird zur Partyzone. Zahlreiche Anwohner beschweren sich über zunehmenden nächtlichen Lärm und Grillfeuer. Das Ordnungsamt will auch nach Dienstschluss um 22 Uhr Streifen in den Park schicken.

Auf dem ehemaligen Güterbahnhof Halensee feiert das Unternehmen Bauhaus Richtfest für sein neues "Fachcentrum Berlin-Halensee".

August

Die Kleingärtner der Kolonie Oeynhausen setzen in der BVV ihren Bürgerantrag "Keine Bebauung ohne Bürgerbeteiligung" erfolgreich durch. Damit verhindern sie die Erteilung einer Baugenehmigung durch die Bezirksverwaltung.

September

Als bislang einziger Berliner Sportverein wird der Bezirksverband Charlottenburg-Wilmersdorf der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft von der Commerzbank und dem Deutschen Olympischen Sportbund mit dem "Grünen Band" ausgezeichnet.

Das internationale Damentennis kehrt wieder in den Grunewald zurück: Der Grunewalder TC holt die "Vitalyte Open" an den Flinsberger Platz.

Das Bürgerbegehren über den Erhalt der Kleingartenkolonie Oeynhausen wird eingeleitet. Bis 3. März 2014 müssen 7257 stimmberechtigte Bürger das Begehren unterschrieben haben, um einen Bürgerentscheid herbeiführen zu können.

Oktober

Zum Jubiläum 125 Jahre Charlottenburger Wasserwerk wird im Wasserwerk Beelitzhof eine neue Belüftungsanlage für das Grundwasser in Betrieb genommen. Mit sieben Millionen Euro ist dies die größte Einzelinvestition seit 2005.

Nach mehreren Jahren juristischer Auseinandersetzung mit Anliegern wird der Uferwanderweg am Halensee der Öffentlichkeit übergeben.

Das Bezirksamt tagt erstmals in der israelischen Botschaft. Es werden mehrere gemeinsame langfristige Projekte verabredet.

November

Das Bezirksamt beschließt, den Hausverwaltervertrag für das frühere Gesundheitsamt in der Sigmaringer Straße 1 bis 2020 fortzuführen. Damit ist die Arbeit des Unternehmerinnen- und Gründerinnenzentrum (UCW) und der Ateliergemeinschaft Bildender Künstler langfristig gesichert.

An der Charlottenburger Straße wird Richtfest für das Charlottenbrunner Karree gefeiert. Architekt Prof. Arno Bonanni verbindet zwei modernisierte Gründerzeitbauten aus dem Jahr 1911 mit drei Neubauten, die eine neue Siedlung mit 60 Eigentumswohnungen bilden.

Dezember

Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Halensee wird das "Fachcentrum Berlin-Halensee" von Bauhaus eröffnet. Es ist das Flaggschiff aller Bauhaus-Märkte.

Der Bezirk hat erfolgreich das Schoelerschlösschen in der Wilhelmsaue wieder in sein Vermögen übernehmen können. Mit Mitteln der Deutschen Klassenlotterie sollen hier zwei neue Ausstellungen, ein Trausaal, Archiv und ein Café entstehen.


Frank Wecker / FW
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