Fehler auf Straßenschildern könnte korrigiert werden

Schild des Anstoßes: Im Bezirk werden Stimmen laut, die dem fehlenden "h" in Joachimstal Geltung verschaffen wollen. (Foto: Schubert)

Charlottenburg. Dass die Joachimstaler Straße am Bahnhof Zoo auf die Stadt Joachimsthal verweist und somit falsch geschrieben ist, war bekannt. Nun erwacht aber tatsächlich der Wunsch zu einer Korrektur der Schreibweise.

Für die meisten ist es nur ein beschriftetes Stück Blech. Für manche ein Schild des Anstoßes. In der City West diskutieren Politiker jetzt über die Berichtigung eines rund 84 Jahre alten Patzers. Joachimsthaler Straße - das müsste auf Blechen und in Adresszeilen stehen, zur Würdigung einer brandenburgischen Kleinstadt im Landkreis Barnim. Doch ein Buchstabe fehlt.

Es soll sich etwa im Jahre 1930 begeben haben, dass ein Beamter das kleine "h" mutwillig unterschlug, weil es ihm schlichtweg veraltet erschien. Mit dem Ergebnis lebt Berlin bis heute. Und bis vor Kurzem nahm keiner der Tausenden Passanten, die täglich an den Straßenschildern vorbeiflanieren, davon Notiz. Bis zu dem Tag, als die Bürgermeisterin von Joachimsthal Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD) bei einer Visite in ihrer Stadt auf den Makel hinwies. Seitdem ringen die Bezirksverordneten um die richtige Haltung zum vorenthaltenen "h", begleitet von großem öffentlichen Interesse: Soll man die Schilder austauschen? Oder Hinweistafeln, die auf das Städtchen Joachimsthal hinweisen, dazuhängen? Man will diesmal nichts falsch machen und alle Möglichkeiten sorgfältig überdenken. Und so wurde die Diskussion im Ausschuss für Tiefbau und Grünflächen vertagt.


Thomas Schubert / tsc
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