"Motown" gastiert im Theater am Kurfürstendamm

Der Strippenzieher: Lance (Wilson D. Michaels) behauptet seine Rolle als entschlossener, stimmgewaltiger Macher. (Foto: Schubert)

Charlottenburg. Soul, Tanz, frischer Schweiß - das Musical "Motown" jagd quer durch die 60er-Jahre, spürt der Epoche nach, die Marvin Gaye, Stevie Wonder und die Jackson Five ins Rampenlicht brachte. Für Regisseur Andrew Hunt war die Produktion eine Herzenssache.

Über den Ku’damm nach Detroit und vom Berlin der Jetztzeit ins Amerika der Sixties. Das Plattenlabel "Motown" produziert wieder Emotionen - als Musical ist die Legende neu entflammt. Ab sofort erleben Zuschauer die Geschichte des Gründers und afroamerikanischen "Musikschmieds" Barry Gordy, in zweieinhalb Stunden gerafft auf der Bühne des Theaters am Kurfürstendamm. Im Mittelpunkt der Handlung steht aber nicht Gordy, sondern ein quirliges Quintett: Lance, der passionierte Macher, Judy, die entschlossene Showfrau, Syd, Choreograf und rechte Hand von Lance. Da ist auch Zack, der disziplinlose Spaßvogel und begnadete Solist. Und schließlich Linda, ganz neu im Business, naiv, aber charmant.

Gemeinsam nehmen sie das Publikum in Beschlag und führen es im ersten Teil der Vorstellung durch die Historie, zurück zu den Ursprünge von "Motown" in Detroit. Mit Beginn des zweiten Teils beschert Regisseur Andrew Hunt seinem Publikum dann ein pures Konzerterlebnis. "Dabei haben weder Band noch Sänger eine Pause. Sie werden schwitzen vor Energie und Spaß", verspricht Hunt. "Heat Wave", "Let’s stay together", "Never can say goodbye", ein Jackson Five-Medley - es reiht sich Hit an Hit. Den heftigsten Puls, den wird man aber wohl bei Hunt messen können, der von sich sagt: "Dieses Stück ist mein Baby." Als Quelle der Inspiration diente ihm übrigens ein ABBA-Musical, das er besuchte. Erst das führte ihn zur entscheidende Frage: Warum gibt es Musicals über Popbands, aber noch keines über Gordies Plattenlabel?

Das Musical "Motown - Die Legende" im Theater am Kurfürstendamm, Kurfürstendamm 206-209, läuft bis 9. Februar dienstags bis sonnabends täglich jeweils um 20 Uhr, sonntags um jeweils 18 Uhr.


Thomas Schubert / tsc
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