Neue Pläne für den Breitscheidplatz und Aschingerhaus

Charlottenburg. Auf Initiative der AG City und des Bezirks gibt es derzeit Gespräche mit dem US-amerikanischen Projektentwickler Hines, der die Passage zwischen der Hardenberg-, Kant- und Joachimstaler Straße zu einem Geschäftshaus mit Läden und Büros entwickeln will.

Nach früheren Nutzern benannt, ist sie auch als Leineweber- und Aschingerhaus bekannt. Mit Spielcasino, Leihhaus, Wechselstube und Imbissen, Pornoläden und Beate Uhses Erotikmuseum gilt sie immer noch als Schmuddelecke am Zoo. Hines hat bereits mit sechs Projekten in Berlin, darunter "Upper Eastside" an der Friedrichstraße, gezeigt, dass er in Spitzenlagen attraktive Projekte zu entwickeln vermag. Das wäre vielen seiner möglicherweise künftigen neuen Nachbarn recht, weshalb neben dem Bezirk und AG City auch die Bahn einer solchen Entwicklung aufgeschlossen gegenübersteht.Doch Kenner warnen vor allzu großer Euphorie. Noch ist es nicht mehr als eine große Chance, die es beim Schopf zu packen gilt, denn die Verhandlungen mit den verschiedenen Eigentümern dauern an. Partner sind eine Erbengemeinschaft, wo bereits ein Durchbruch erzielt worden sein soll, aber auch ein luxemburgischer Immobilienfonds. Der Immobilienexperte der AG City, Gottfried Kupsch, befürchtet, dass sich der amerikanische Investor zurückziehen wird, wenn nicht im überschaubaren Zeitraum die Verhandlungen über das Gesamtareal zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden können.

Doch es tut sich noch mehr am Zoo: Bei einem Treffen der Anrainer des Breitscheidplatzes wurden eine Reihe städtebaulicher Ziele für die Gestaltung des Areals besprochen. Dazu gehören Überlegungen, dass das Bikinihaus an der Budapester Straße besser vom Tauentzien aus sichtbar sein sollte. Das Europa-Center möchte sich größer zum Platz öffnen und der Wasserklops soll anders in das Ensemble eingebunden werden. Veranstaltungen auf dem Platz sollen besser koordiniert werden und eine höhere Qualität bekommen. Die Buden rund um die Gedächtniskirche sollen verschwinden. Von der vom Senat beauftragten Planergemeinschaft werden Vorschläge für eine Neugestaltung des Breitscheidplatzes samt einer Kostenschätzung erwartet.


Frank Wecker / FW
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