Von einer erfolgreichen Idee und schönen Erinnerungen

Der 14-jährige Bennet Hundt (am Ball) von der Sophie-Charlotte-Oberschule erreichte mit seinem Team "Hau weg den Dreck" das Finale. (Foto: Nittel)

Charlottenburg. Beim vierten und letzten Vorentscheid der diesjährigen School-Finals-Berlin im Streetball, im Horst-Dohm-Eisstadion in Wilmersdorf am 7. Juni, waren auch 18 Teams von Charlottenburger Schulen mit am Start: Immerhin sieben von ihnen qualifizierten sich für die Endrunde, die am Donnerstag, 13. Juni, von 9 Uhr an ebenfalls im Horst-Dohm-Eisstadion ausgetragen wird.

"Diese Veranstaltung macht uns allen einen riesengroßen Spaß. Und natürlich wollen wir unsere Spiele gewinnen", sagt der 15-jährige Vincent Meunier von der Sophie-Charlotte-Oberschule. Mit seinen drei Teamkameraden hatte er sich dann auch den passenden Namen gegeben: "Hau weg den Dreck". Und Alex Poklekowski, Lennart Hömpler, Bennet Hundt und Vincent Meunier ließen ihren Worten Taten folgen, in dem sie den Wettbewerb bei den Jungen der Jahrgänge 1998/99 für sich entschieden. In zehn Altersklassen, getrennt nach Mädchen und Jungen, waren auch bei diesem Vorentscheid, an dem insgesamt 92 Mannschaften teilgenommen hatten, die Sieger ermittelt worden. Doch die School-Finals waren und sind auch in ihrem 20. Jahr ein Event, bei dem es um viel mehr als nur ums Gewinnen und Verlieren geht: "Als wir uns damals entschieden, ohne Schiedsrichter zu spielen, haben uns manche komisch angeguckt, wenn nicht für verrückt erklärt", erinnert sich Organisator und Initiator Mathias Ramsauer. "Und wenn man heute schaut: Da spielen 18-jährige Jungs miteinander Basketball, bei dem es körperlich richtig zur Sache geht. Und trotzdem sind sie in der Lage, sich während des Spiels auch in strittigen Szenen zu einigen und sich hinterher die Hand zu geben. Das ist etwas, das wir in all diesen Jahren geschafft haben und auf das man ein wenig stolz sein darf."

Auch in diesem Jahr wird Ramsauer bei der Organisation der School-Finals wieder von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie dem Streetball-Team der gemeinnützigen Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit tatkräftig unterstützt. "In der Senatsverwaltung ist man schon der Größte, wenn die Zahl der Teilnehmer nicht rückläufig ist. Und da Berlins Schüler auch in diesem Jahr wieder zahlreich mitmachen, wird es die School-Finals natürlich weiterhin geben", sagt Ramsauer, der aber auch betont, sich nichts mehr beweisen zu müssen. Warum auch? Die Ideen des Fairplays und des gegenseitigen Respekts haben sich durchgesetzt. Und auch die größten Basketballer ihrer Zeit haben den School-Finals einen Besuch abgestattet: "Meine schönste Erinnerung ist ein Tag im Jahr 1999, als ich mit Detlef Schrempf die School-Finals eröffnet habe und ein paar Stunden später mit Kobe Bryant über den Platz gelaufen bin. Und ein Schüler verriet mir damals: Wenn ich morgen erzähle, dass ich mit Kobe Bryant Basketball gespielt habe - das glaubt mir kein Mensch." Was kann es Schöneres geben?


Michael Nittel / min
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