Die Evolution des Pfandspenders: Premiere für neue Generation der Flaschenbox am Zoo

Filigran, stabil, zweckmäßig: Stadtrat Engelmann und seine Mitstreiter glauben an das neue Produkt. (Foto: Thomas Schubert)

Charlottenburg. Nachsteuern in Sachen Pfandspende: Bezirksamt, BSR und die Firma Trias präsentierten nun die zweite Entwicklungsstufe eines sozialen Behälters. Hier sollen sich Flaschensammler bedienen können, ohne dass die Vorrichtung vermüllt.

Selber Ort, wieder die gleichen Akteure – aber ein neues Modell. Ziemlich genau ein Jahr nach dem Debüt der weltersten Pfandflaschen-Sammelkiste vor dem Eingang des Zoologischen Gartens offenbart sich ein erstaunlicher Fakt: Auch dieses Produkt ist dem technischen Fortschritt unterworfen. Und statt des mehrstöckigen Korbes zeigt Designerin Evelyn Malinowska von der Berliner Stadtreinigung (BSR) jetzt eine Variante, die nur noch Flaschen fasst. Und nichts anderes. Dies war nicht ohne Grund. Denn nach Erkenntnissen von Sozialstadtrat Carsten Engelmann (CDU) waren die Flaschenkörbe allzu oft mit pfandfreiem Müll belegt – und die begehrten Flaschen landeten dann wiederum dort, wo eigentlich der Unrat hingehört. „Der eigentliche Zweck der Kästen ging so verloren“, blickt Engelmann auf Phase eins zurück.

Mit giftgrünem Anstrich, einer Beschilderung mit Flaschensymbol und einem filigranen, abgestuften Aufbau will Malinowska die Problempunkte nun beseitigt haben. „Dieses Modell macht alles richtig, was am alten falsch war“, fasst sie zusammen. „Es gibt keinen Platz mehr für Müll, aber drei Flaschen finden trotzdem problemlos Platz.“ Und die gut sichtbare, stabile Anbringung unmittelbar neben den richtigen Abfalleimern tut ihr übriges dazu.

Falls sich die neue Variante am Hardenbergplatz bewährt, wird der neue Flaschenspender auch andernorts Einzug halten. Bislang aber bleibt die City West einziger Schauplatz dieses Berliner Pilotprojekts. Und es geht hier nicht auch nicht darum, ein Schlaraffenland für Pfand-Abstauber zu schaffen, sondern ihnen den Griff in dunkle Mülleimer zu ersparen – den man schlimmstenfalls mit der Gesundheit bezahlt.

tsc
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