Drei bewährte Größen gewinnen Ehrenamtspreis des Bezirks

Verbeugung vor dem Helfergeist: Stadtrat Engelmann ehrt die Kontaktstelle PflegeEngagement für ihren Einsatz gegen die Vereinsamung von Alten und Kranken. (Foto: Thomas Schubert)

Charlottenburg-Wilmersdorf. Sichtbar sind sie meist nur durch ihre Taten. Jetzt rückte der Bezirk seine engagierten Bürger ins Rampenlicht. Den Ehrenamtspreis teilen sich die Kümmer aus Charlottenburg-Nord, das Projekt "Känguru hilft" und die Kontaktstelle PflegeEngagement.

„Das tut gut.“ So einfach ist das für Carola von Majewski. Dass es gut tut, ist für die freiwillige Mitarbeiterin Grund genug, ihre freie Zeit der Kontaktstelle PflegeEngagement zu schenken. Dort organisieren sich Ehrenamtliche, um jenen zu helfen, die zu vereinsamen drohen.

Passgenaue Angebote

Kinderlos, verwitwet, im Rollstuhl, pflegebedürftig – aber dank des Engagements nicht allein. Ein durchaus typisches Schicksal für Großstädter in einer alternden Gesellschaft. Grund genug für das Bezirksamt, die Kontaktstelle mit dem diesjährigen Ehrenamtspreis zu bedenken. 1300 Euro stehen dadurch für den sozialen Service bereit. „Das sind keine anonymen Pauschalangebote, sondern passgenaue Erlebnisse für den einzelnen“, lobt Sozialstadtrat Carsten Engelmann (CDU) den Einsatz gegen die Einsamkeit.

Als zweiten Preisträger benannte das Bezirksamt die Macher von "Känguru hilft". Dabei handelt es sich um ein Projekt der Diakonie am Martin-Luther-Krankenhauses in Halensee, das jungen Vätern und Müttern gleich nach der Geburt Unterstützung garantiert. 1000 Euro Prämie werden laut der Verantwortlichen Wibke Wonneberger dazu genutzt, dort einzugreifen, wo Überforderung droht – „wir tun, was wir können, damit Eltern mal entlastet sind.“

Lesecafé entsteht

Und schließlich ging ein dritter Ehrenamtspreis an die Kümmerergruppe aus Charlottenburg-Nord, mitbegründet durch Sigrid Bodagh. Sie kann mit dem Preisgeld von 800 Euro ihre Ideen für ein Lesecafé am Halemweg weiter vorantreiben. „Wir dachten uns, es wäre schön, wenn die Menschen Gelesenes auch hören können“, erklärt Bodagh die Idee, aus der vorhandenen Bücherbox mehr zu machen. Im Ortsteil sei bis dato kulturell nichts da gewesen. Und wenn aus dem Nichts etwas entstehen soll, dann braucht man eben Kümmerer. Hier wie überall im Leben. tsc
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