1. FC Wilmersdorf gewinnt Pokal des Bürgermeisters

Moritz Sondermann und Tanju Demirkol vom 1. FC Wilmersdorf freuen sich über den Erfolg, während Bürgermeister Reinhard Naumann die Welle macht. (Foto: Nittel)
 
Titelverteidiger Berliner SC (gelb) - hier beim 2:1-Halbfinalerfolg über den FC Brandenburg 03 - musste sich mit Platz zwei begnügen. (Foto: Nittel)

Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Fußballer vom 1. FC Wilmersdorf haben das 33. Hallenturnier um den Wanderpokal des Bezirksbürgermeisters für sich entschieden. In der Sporthalle Charlottenburg triumphierte der 1. FC am 31. Januar mit einem 3:2-Sieg über den Titelverteidiger Berliner SC.

Während das Turnier, das in diesem Jahr vom SC Westend 01 ausgerichtet wurde, einen eher ruhigen Verlauf nahm, kochten die Emotionen im Endspiel dann doch über. Nachdem der BSC schon mit 2:0 geführt hatte, verhängte der Schiedsrichter eine Zeitstrafe gegen die Schwarz-Gelben. Das daraus resultierende 4:3-Überzahlspiel nutzte der 1. FC zum 2:2-Ausgleich. Und kaum war der BSC wieder vollzählig, mussten zwei weitere Kicker - dieses Mal wegen Meckerns - das Parkett räumen. Mit nunmehr vier gegen zwei gelang dem 1. FC Wilmersdorf nahezu folgerichtig der Siegtreffer. Entsprechend sauer waren die BSC-Kicker im Anschluss über den Referee. Platz drei belegte der SC Charlottenburg nach einem 3:1 im Neunmeterschießen über den FC Brandenburg 03.

"Wenn man irgendwo mitmacht, dann will man natürlich auch gewinnen", hatte Wilmersdorfs Trainer Michael Michels schon während der Veranstaltung klargestellt und damit verdeutlicht, dass sein Team mit Ernsthaftigkeit an die Sache herangegangen war. "Wir haben in der letzten Woche bei minus zehn Grad im Tiefschnee trainiert. Da freuen sich meine Jungs, hier mal wieder richtig Fußball spielen zu können." Auch Claudia Müller, die den Berliner SC in Abwesenheit von Trainer Martin Krüger gemeinsam mit dem verletzten Spieler Andre Schiller coachte und im letzten Jahr in dieser Funktion sogar zum Turniersieg geführt hatte, mag diese Veranstaltung: "Es ist doch schön, wenn die Teams aus dem Bezirk einmal im Jahr die Gelegenheit bekommen, sich zu treffen. Wenn man dann noch so erfolgreich ist, wie wir es im vergangenen Jahr waren, dann macht das richtig Spaß." Auch Bernd Upmeier, Trainer vom SC Charlottenburg, ist ein Befürworter dieses Turniers: "Für unseren Klub und die Spieler ist es immer reizvoll, auf unsere Nachbarvereine zu treffen." Zwar fürchtet er ebenso wie seine Kollegen die Verletzungsgefahr auf dem Parkett. "Wenn man aber mit der richtigen Spannung in die Spiele geht und es nicht zu locker nimmt, passiert hier auch nicht mehr als auf dem Feld."

Schade nur, dass sich nicht alle Klubs des Bezirks für die Veranstaltung begeistern können oder gar nicht erst eingeladen werden: So blieb Tennis Borussia ohne Angabe von Gründen der Veranstaltung wie auch in den vergangenen Jahren fern. Und der CFC Hertha 06 war nicht eingeladen worden, weil im Vorjahr ein CFC-Akteur einen Spieler vom TuS Makkabi beleidigt haben soll. "Ich finde es sehr schade, dass man im Fall von Hertha 06 einen ganzen Verein für die Handlungen eines einzigen Spielers bestraft", sagte dazu Claudia Müller.

Auf Unmut stieß auch, dass mit dem SC Staaken ein Team aus Spandau eingeladen war, um - wie der Veranstalter verlauten ließ - die Qualität des Turniers zu erhöhen. "Man stelle sich vor, eine Mannschaft aus Spandau gewinnt den Bezirkspokal Charlottenburg-Wilmersdorf - das ist doch lächerlich", ärgerte sich ein Besucher. Der SC Staaken belegte aber den achten und damit letzten Platz - das hätte auch jeder andere Klub aus Charlottenburg oder Wilmersdorf geschafft.


Michael Nittel / min
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