Basketballer fahren ersten Heimsieg ein

Die Basketballer vom DBV Charlottenburg/TuS Li - hier Daniel Dominik Przydryga (gelb) - feierten den ersten Heimsieg der Saison. (Foto: Nittel)

Charlottenburg. Die Basketballer vom DBV Charlottenburg/TuS Lichterfelde haben am 15. November in der Regionalliga Nord die WSG Königs Wusterhausen mit 83:76 besiegt und den ersten Heimsieg in dieser Saison eingefahren.

"Ausschlaggebend für unseren Erfolg war heute, dass wir deutlich ausgeglichener waren als unser Gegner und wesentlich mehr Punkte durch unsere Bankspieler erzielen konnten", freute sich Coach Jan Eichberger nach der Partie in der Sporthalle Schillerstraße. Allein 45 Zähler zum Erfolg steuerten die Akteure bei, die zu Spielbeginn nicht auf dem Parkett gestanden hatten. "In Phasen der ersten Halbzeit hat mir unsere Verteidigung sehr gut gefallen", erläuterte Eichberger. "Nach der Pause hatten wir allerdings einige Probleme bei den Rebounds. Da haben wir uns einfach nicht belohnt, obwohl wir vorher gut verteidigt hatten." Deshalb blieb die Partie auch bis zum Ende offen, obwohl man eigentlich zu keiner Zeit das Gefühl haben musste, dass die Berliner am Ende nicht als Sieger das Parkett verlassen würden. Hinzu kam, dass die Red Dragons aus Königs Wusterhausen vor rund 120 Zuschauern eine katastrophale Quote von der Freiwurflinie hatten: Nur elf von 34 Versuchen fanden ihr Ziel. "Wir haben heute verdient gewonnen. Wenn man uns etwas vorwerfen kann, dann, dass die Tür für unseren Gegner länger offen war als sie es hätte sein sollen." Mit jeweils 20 Punkten waren Kevin Schaffartzik und Ignacio Marin Mendicuti die Topscorer bei den gastgebenden Berlinern.

Nach einem Drittel der Saison hat die junge Truppe, die einen Altersdurchschnitt von nur rund 19 Jahren hat, eine Bilanz von zwei Siegen und sechs Niederlagen aufzuweisen. Ausschlaggebend für das eine oder andere knapp verlorene Spiel seien, so der Coach, die fehlende Erfahrung und Physis gewesen - zwei Dinge, die man den jungen Spielern nicht vorwerfen kann. "Mit 19 Jahren ist man im Schnitt halt zehn Kilo leichter als der Gegenspieler. Das muss man versuchen, durch Aggressivität zu kompensieren. Und dafür muss man sich erst an das wesentlich körperlichere Spiel im Herrenbereich gewöhnen." Mit der spielerischen Entwicklung ist Eichberger zufrieden: "Offensiv mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Wir haben in allen Spielen genug Punkte erzielt, um sie theoretisch auch gewinnen zu können."

Und so war der Erfolg gegen die Red Dragons aus Königs Wusterhausen vielleicht der Auftakt zu einer kleinen Serie. Denn mit den BBC Magdeburg Eagles und den White Devils aus Cottbus kommen nun zwei weitere Gegner, die ebenfalls in der unteren Tabellenhälfte stehen und gegen die Siege eingefahren werden sollten. Denn wenn ein junges Team definitiv etwas benötigt, dann sind es Erfolge. Das weiß auch Eichberger: "Verlieren hilft nicht! Natürlich brauchen die Jungs auch Erfolgserlebnisse, um in einen positiven Lauf zu kommen." Die aktuelle Tabelle interessiert den Coach aber nicht. Eichberger abschließend: "Eine Saison ist eine lange Reise - ein Prozess, in dem es nicht darum geht, was unsere Gegner, sondern was wir machen: Wie greifen wir an, wie verteidigen wir, wie treten wir als Mannschaft auf? An diesen Dingen müssen wir täglich arbeiten, sie täglich verbessern. Dann kommen auch die Ergebnisse von ganz allein."


Michael Nittel / min
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