Hertha BSC startet in Frankfurt in die Rückrunde

Olivers Spieler der Hinrunde: Nico Schulz. (Foto: Hertha BSC)

Charlottenburg. Wenn am kommenden Wochenende die Bundesliga in die Rückrunde startet, wird den Fans in Deutschland ein Stein vom Herzen fallen. Endlich wieder Live-Fußball und spannende Spiele im Kampf um Tore und Punkte. Nach der hervorragenden Hinserie von Hertha BSC sind auch die Erwartungen der Berliner Fans gestiegen.

Wenn Hertha BSC am 25. Januar (Anpfiff 18.30 Uhr) in Frankfurt ihr erstes Pflichtspiel 2014 absolviert, dürfen die Hertha-Fans gespannt sein, ob ihre Lieblinge die Form der Hinrunde mitnehmen konnten. Einer dieser Fans ist der 32-Jährige Oliver aus Ludwigsfelde. Vom bisherigen Saisonverlauf ist er mehr als überrascht. "Für mich stand Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag fest", bekennt er.

Und damit steht er sicher nicht alleine. An sein erstes Mal kann sich Oliver, der in der Jugend beim Ludwigsfelder FC aktiv war, noch sehr gut erinnern. Am 18. September 1992 verlor Hertha BSC zuhause gegen RW Essen mit 3:4. Doch Oliver war mit dem blau-weißen Virus infiziert. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Eigentlich würde er gerne öfter ins Stadion gehen, doch sein Arbeit als Ingenieur im Bereich Luftfahrt fordert seinen Tribut.

In dieser Saison kann er sich über seine Lieblinge nicht beklagen. "Überragend, sehr diszipliniert und engagiert", beschreibt er das Auftreten seiner Mannschaft in der Hinserie. Doch auch bei Fans ist konstruktive Kritik gefragt. Die Wahl von Adrian Ramos zum Spieler der Hinrunde ist für ihn "völlig unverständlich." Dem 32-jährigen Ingenieur "fallen da sehr viele Spieler ein, die ich eher wählen würde." Ramos attestiert er zwar einen super Torriecher, aber auch Defizite im Spielaufbau.

Sein persönlicher Hertha-Spieler der Hinrunde ist der junge Nico Schulz, "für mich die größte Überraschung und neben Lustenberger der beste Spieler." Auch Trainer Jos Luhukay kommt bei Oliver gut weg. "Ein absoluter Glücksgriff", lobt er den Hertha-Übungsleiter in höchsten Tönen. "Luhukay ist der optimale Trainer für Teams, die mit wenig Budget klarkommen müssen."

Auf die Rückrunde freut er sich und will, so es sein enger Terminplan auch zulässt, noch dreimal zu den Spielen der "alten Dame" gehen. Aus den nächsten 17 Bundesligaspielen erwartet er von den Blau-Weißen "genügend Punkte, um knapp an der Europa League vorbei zu schrammen." Zu den Zukunftsaussichten will Oliver keine Prognose abgeben, hofft aber, "dass wir langfristig liquider werden, um zumindest die Talente binden zu können."


Fußball-Woche / ww
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