Hertha empfängt zum Bundesligaauftakt Eintracht Frankfurt

Mit dieser Mannschaft startet Hertha BSC am Wochenende in das Abenteuer 1. Bundesliga. (Foto: Hertha BSC)

Charlottenburg. In Berlin grassiert derzeit das Fußball-Fieber. Die Fans sehnen den Bundesliga-Start am kommenden Wochenende herbei. Auch Hertha BSC ist wieder dabei, wenn der Anpfiff zur neuen Bundesliga-Saison ertönt.

Beim vermeintlich leichten Saison-Aufgalopp im DFB-Pokal bei Viertligist VfR Neumünster brauchte die Alte Dame vergangenes Wochenende eine Verlängerung und einen Last-Minute-Elfmeter, um weiterzukommen. Fazit: Souverän ist sicher anders.Am Sonnabend, 10. August, um 15.30 Uhr empfängt Hertha BSC im Olympiastadion Eintracht Frankfurt zum Auftaktspiel der neuen Spielzeit. Spätestens dann beginnt für die Hertha endgültig eine neue Zeitrechnung. Die alten Lorbeeren zählen nicht mehr und auch Erfolge wie die im Mai gefeierte Zweitligameisterschaft, die souverän erspielte Rekord-Punktzahl inklusive, sind Vergangenheit.

In der Zwischenzeit ist viel passiert. Spieler sind gegangen, neue sind gekommen. Die große Frage: Ist es Trainer Luhukay gelungen, ein funktionierendes, bundesligataugliches Team zu formen? Die kommenden 34 Spiele werden diese Frage endgültig beantworten.

Die Stimmung bei den Fans ist jetzt schon gut. Endlich wieder Bundesliga-Fußball in der Hauptstadt! Wer will es ihnen verdenken. Bayern München und Borussia Dortmund statt Paderborn und Sandhausen. Verlockende Fußball-Aussichten. "Der Klassenerhalt müsste locker zu schaffen sein", findet Hertha-Fan Thomas. Der 51-Jährige Neuköllner arbeitet als Administrator bei einem Fachverlag. Aufgrund seiner Arbeitszeiten muss er auf das Abenteuer "Stadion" verzichten. Er ist sich allerdings sicher, dass Hertha BSC "sich auf Augenhöhe mit neun anderen Teams befindet". Er traut seinem Team einen gesicherten Mittelfeldplatz, ohne Berührung mit der Abstiegszone, zu.

Hertha-Trainer Luhukay hat in der Vorbereitung auch schon einige Akzente gesetzt. Bei seinem harten Kurs verschont er auch die Aufstiegshelden von gestern nicht. Ronny, in der letzten Spielzeit noch der König der zweiten Liga, kam mit schlechten Fitnesswerten aus dem Urlaub zurück und war damit aus dem Team. Auch der letztjährige Kapitän Peter Niemeyer machte Bekanntschaft mit Luhukays harter Linie. Der Trainer entzog Niemeyer die Kapitänsbinde. Grund waren Zweifel, ob Niemeyers sportliche Leistung auch in der 1. Liga ausreichen würde. Der entmachtete Kapitän, ganz Sportsmann, zeigte sich enttäuscht, kündigte aber sofort an, sich weiter für Hertha BSC zerreißen zu wollen. Neuer Kapitän ist Fabian Lustenberger, der dienstälteste Hertha-Profi.

Mit den vier Neuzugängen Langkamp, Baumjohann, Hosogai und van den Bergh hat Hertha BSC gestandene Spieler geholt. Für Hertha-Fan Thomas sind alle vier neuen "ein Gewinn mit Startelfpotenzial". Das klingt zwar gut, aber eine alte Fußballweisheit besagt auch: Die Wahrheit liegt auf dem Platz.


Fußball-Woche / ww
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.