Unaufsteigbar? Von wegen! SCC schafft den Sprung in die Berlin-Liga

Grenzenloser Jubel: Der SC Charlottenburg um Trainer Bernd Upmeier (rechts) freut sich auf die Berlin-Liga. (Foto: Michael Nittel)
 
Geschafft: Der SC Charlottenburg um Trainer Bernd Upmeier (links) ist endlich in die Berlin-Liga aufgestiegen. (Foto: Nittel)

Charlottenburg. Die Fußballer vom SC Charlottenburg haben es endlich geschafft! Nach mehreren vergeblichen Anläufen, als man mitunter haarscharf am Aufstieg vorbeigeschrammt war, steht seit 7. Juni endgültig fest: Der SCC wird in der nächsten Saison in der Berlin-Liga spielen.

Ausschlaggebend für den Aufstieg in Berlins höchste Spielklasse war das 1:1 (0:0) am letzten Spieltag der Landesliga beim SV Blau Weiß Berolina Mitte. Zwar hätte sich der SCC auch eine knappe Niederlage erlauben können. Doch dann hätten theoretisch der BSV Al-Dersimspor oder der Friedenauer TSC mit Kantersiegen noch an den Charlottenburgern vorbeiziehen können. Das viel umjubelte Tor zum 1:1, das letztlich alle Zweifel ausräumte, erzielte Shane Ogilvie auf dem Sportplatz an der Kleinen Hamburger Straße in der 74. Minute.

"Ich freue mich natürlich riesig, dass wir es heute geschafft haben", erklärte Coach Bernd Upmeier, dem in seinem fünften Jahr als Trainer beim SCC nun endlich der so lang ersehnte Coup gelang. "Es ist bezeichnend, dass wir diesen Aufstieg mit einer Vielzahl von Spielern geschafft haben, die schon sehr lange bei uns sind beziehungsweise wieder zu uns zurückgekehrt sind. Das zeigt einmal mehr: Vereinstreue zahlt sich letztlich doch aus." Darüber hinaus hatte der Coach mit Sven Rehfeld und Colin Greiser zwei junge Spieler im Kader, die aus dem eigenen Nachwuchs stammen, bereits in dieser Saison viel Einsatzzeit bekamen und mit guten und konstanten Leistungen ihren Anteil am Erfolg hatten. "Ich bin natürlich froh, auch mal mit meinem Sohn gemeinsam einen Aufstieg geschafft zu haben. Das war, wenn ich ehrlich bin, auch ein Traum von mir", verriet Coach Upmeier. Sohn Patrick, Abwehrchef und Kapitän beim SCC, war und ist eine wichtige Stütze bei den Schwarz-Weißen.

Dass man in Charlottenburg auch selbstironisch sein kann, bewies das Team direkt nach dem Abpfiff: Alle Spieler, Trainer und Betreuer streiften sich ein Shirt über, auf dem in großen Lettern "Unaufsteigbar" auf den Rücken gedruckt war - eine Anspielung auf die Kommentare der vergangenen Jahre, als es der SCC mehrfach, das eine oder andere Mal auch aufgrund fehlender Nervenstärke und denkbar knapp, versäumt hatte, ins Oberhaus aufzusteigen. Auch über weite Strecken dieser Saison, zumindest bis zur Winterpause, sah es erneut nicht nach einem Aufstieg aus. Diesen Eindruck teilte auch der Coach: "Keine Frage, wir haben eine sehr durchwachsene Hinrunde gespielt. Und nach diesen Eindrücken hätte ich wohl auch nicht unbedingt auf uns gesetzt."

Doch in der Rückrunde trumpfte der SCC ganz groß auf: Man gewann elf Spiele, spielte dreimal Remis und verlor nur noch eine einzige Partie und katapultierte sich bis auf Rang zwei, einen direkten Aufstiegsplatz. "Es sei der Mannschaft zugestanden, dass sie auch in diesem Jahr zum Ende hin ein bisschen nervös geworden ist", erklärte Upmeier abschließend die Tatsache, dass zwei dieser Remis ausgerechnet an den letzten beiden Spieltagen gegen den Tabellenzwölften und gegen das Schlusslicht der Liga erzielt worden sind. "Doch auch in diesem Fall sehe ich das Positive: Wir sind heute stabil geblieben und haben den einen, notwendigen Punkt geholt, um aus eigener Kraft aufzusteigen."


Michael Nittel / min
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