Tempo 30, Zebrastreifen & Co.: Mierendorffkiez will mehr Sicherheit für Fußgänger

Berlin: Mierendorffplatz |

Charlottenburg. Fréderic Verrycken, Abgeordneter der SPD für den Charlottenburger Norden, lud am 13. April zu einem Vorort-Treffen ein. Thema war die Verkehrssituation am Mierendorffplatz und in den anliegenden Straßen.



Gekommen waren neben Stadträten und Bezirksverordneten auch Vertreter der Verkehrslenkung Berlin, der BVG, der Polizei und Mitglieder der Verkehrs-AG der Mierendorffinsel. Die AG, bestehend aus Anwohnern des Mierendorff-Kiezes, nutzte den Treff vor der Post am Mierendorffplatz, um eines der Probleme zu erläutern, mit denen sie sich seit 2014 beschäftigt: die Entschärfung des Verkehrs an der Kreuzung. Der Verkehrsknotenpunkt ist für Fußgänger und Radfahrer gleichermaßen gefährlich.

Schräg parken

Die AG schlägt vor, drei Mittelinseln zum Überqueren für Fußgänger anzulegen sowie zwei Zebrastreifen. Sinnvoll wäre es aus ihrer Sicht auch, den Radverkehr vom Gehweg auf die Straße zu verlegen. Zudem könnten die Parkplätze südlich des Mierendorffparks schräg gestellt werden. Zusätzlich sollten Tempo-30-Zonen auf allen zuführenden Straßen gelten. Mit der Verengung der Fahrspuren und der damit einhergehenden Verlangsamung des Pkw-Verkehrs erhoffen sich die Mitglieder der AG eine Erhöhung der Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer.

In der anschließenden Diskussion zeigte sich: Nicht alles ist machbar und es braucht vor allem Zeit. Die gewünschten Dreiecksinseln werden nicht gebaut, andere Varianten für Fußgängerinseln wären aber möglich, müssten jedoch geprüft werden, hieß es von der Verkehrslenkung Berlin. Oliver Schruoffeneger (Bündnis 90/Grüne), Stadtrat für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, gab zu bedenken, dass für die vorgeschlagenen Maßnahmen derzeit keine Bauplanung möglich ist, da beispielsweise noch nicht feststeht, wie die im Koalitionsvertrag angestrebte Streckenführung der Straßenbahn am Mierendorffplatz verläuft. Das gilt übrigens auch für den geplanten Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke, für den gerade erst ein internationaler Ideenwettbewerb gestartet wurde.

Für Fréderic Verrycken war dieses Treffen dennoch wichtig und Auftakt für weitere Gesprächsrunden, in denen Bewohner ihre Ideen und Vorschläge einbringen können. Ilka Brede von der Verkehrs-AG Mierenddorffinsel nahm wertvolle Hinweise von den Fachleuten mit. ReF
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