Berliner Charme auch nach 125 Jahren: Traditionslokal Hoeck feierte Jubiläum

Bürgermeister Reinhard Naumann, zünftig gekleidet für den anschließenden Kiezspaziergang durch den Grunewald, gratulierte Wirt Marko Tobjinski. (Foto: Regina Friedrich)
Berlin: Wilhelm Hoeck 1892 |

Charlottenburg. Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD) besuchte am 10. Juni das "Wilhelm Hoeck 1892" in der Wilmersdorfer Straße 149. Nicht allein der Durst trieb ihn dahin, sondern ein Jubiläum.

Er sei froh, dass das älteste Restaurant Charlottenburgs dem Bezirk erhalten werden konnte. „Besonders erfreulich finde ich, dass der historische Schankraum weiterhin zugänglich ist und auch der Speisesaal nach einigen Rückbauten wieder Alt-Berliner Flair bietet. Ich wünsche dem neuen Pächter Marko Tobjinski weiterhin viel Erfolg!“

Das Restaurant wurde 1892 von Wilhelm Hoeck als Wein- und Sekthandlung eröffnet, später kamen eine Großdestillation, Likörfabrikation und eine Probierstube dazu. Ende der 70er-Jahre wurde hier “Ein Mann will nach oben” von Hans Fallada mit Manfred Krug gedreht. Ein neuer Pächter hat das traditionsreiche Restaurant behutsam umgestaltet und ausgebaut, die Speisekarte modernisiert und im Oktober 2010 neu eröffnet.

Im Januar 2017 schloss die Berliner Kneipe wegen eines Streits der damaligen Pächterin mit den Vermietern und öffnete am 4. Februar mit dem neuen Wirt Marko Tobjinski. Das 125-jährige Jubiläum wurde zünftig mit Leierkastenfrau, Fassbier und Grillwurst gefeiert. Zwar kommen jetzt auch Gazpacho und Clubsandwich auf die Teller, eine Berliner Spezialität aber ist immer im Angebot. So muss keiner auf Brathering mit Bratkartoffeln oder die Hoeck’sche Kartoffelsuppe mit Wursteinlage verzichten. ReF
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.