BMW eröffnet Niederlassung am Kaiserdamm

Feierliche Eröffnung: Klaus Wowereit (2.v.l.), Bürgermeister Reinhard Naumann (3.v.l.) und die Verantwortlichen von BMW durchtrennen das Band. (Foto: Schubert)
 
Bayern in Berlin: 50 Modelle des Münchener Autobauers sollen vom Hauptsitz aus auf die Straßen der Spreemetropole gelangen. (Foto: Schubert)

Charlottenburg. Neue Heimstatt städtischer Fahrfreude: wuchtig bemessen und verfeinert mit filigranen Details. Beim Bau der BMW-Repräsentanz am Kaiserdamm blieben die Kosten im Soll. Und der Zeitplan stimmte auch. Da horchte der BER-geplagte Klaus Wowereit auf.

Wie ein riesiger, technischer Kokon des Automobils steht sie da. Umschwirrt vom Verkehr, vom U-Bahnhof Kaiserdamm fast unterkellert - die Hauptniederlassung von BMW sitzt unmittelbar am Großstadtgetriebe, erinnert sicher nicht zufällig an ein gigantisches Aggregat.

Rund ein Jahr nach dem Richtfest folgte nun also die Eröffnung des Verkaufsgebäudes, das laut Deutschland-Vertriebsleiter Roland Krüger CO2-neutral aus dem Fundament wuchs. Und zwar fristgemäß innerhalb des Kostenrahmens. 65 Millionen Euro ließen sich die Münchner ihre Repräsentanz für BMW, Mini und BMW Motorräder made in Spandau kosten. Eine Tatsache, die den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) ermunterte, noch einmal nachzufragen. "Ist es wirklich dabei geblieben?" Niederlassungsleiter Wolfgang Büchel nickte. Wowereit daraufhin: "Na, wunderbar, geht doch."

Minimalistisch und funktionell - so gibt sich das 16 000 Quadratmeter große Gebäude außen wie innen. Viel Glas, viel Licht, viel Weiß. Wichtig bei der Konstruktion: die ausgeklügelte Abwärmenutzung. Geheizt und gekühlt wird nahezu energieneutral. Effizienz bei der Gebäudeentwicklung war dem Unternehmen ebenso wichtig wie bei einem modernen Motor. Und nicht nur für die Umwelt wurde bilanziert, sondern auch für eine Angleichung der Wirtschaftsleistung. "Bayern und BMW investieren hier und sorgen dafür, dass wir demnächst kein Geld mehr aus dem Länderfinanzausgleich brauchen", freut sich Wowereit.

50 Modelle, 200 Gebrauchtfahrzeuge - alle unter einem Dach. Vertriebsleiter Krüger will 14 Kunden pro Tag von den Vorzügen seiner Fahrzeuge begeistern. Und den Standort Berlin stärken. 25 Auszubildende sollen am Kaiserdamm ihr Rüstzeug erhalten, 75 weitere im Motorradwerk Spandau. "Das Motorrad war ja 1923 unser Ausgangspunkt der Mobilität", erinnert er.

Exklusiv in der Niederlassung wird die elektrogetriebene i-Reihe in den Verkauf gelangen und dabei von einem wachsenden Netz von Tankmöglichkeiten profitieren. 400 sind es derzeit in Berlin. Wowereit will 1600.

Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD) wird das begrüßen. "Was war das für eine Wunde!", denkt er zurück an den klaffenden Baukrater ohne Nutzung am Kaiserdamm/Ecke Messedamm. Anerkennung zollte Naumann der logistischen Leistung, den Umzug der Niederlassung aus der Huttenstraße an nur einem Wochenende gestemmt zu haben.

Nicht unerwähnt ließ er "erklärungsbedürftige Tatbestände, was die Nachbarschaft anging". Gemeint sind Äußerungen in der Vergangenheit, wonach einzelne Verantwortliche am benachbarten Flüchtlingsheim Anstoß nahmen. "Aber BMW hat die Hand ausgestreckt", zeigt sich Naumann versöhnt. Gute Nachbarschaft will man nicht nur vor dem Schaufenster pflegen, sondern auch dahinter: Am 10. und 11. Mai ist jeder willkommen beim Tag der offenen Tür.


Thomas Schubert / tsc
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