Spatenstich für Walther-Meißner-Bau

Das Architekten-Ehepaar Cancan Rohde-Can und Eckart Can, Petra Wesseler, Präsidentin des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung, PTB-Präsident Joachim Ullrich und Stefan Schnorr vom Bundeministerium für Wirtschaft beim Spatenstich für den Walther-Meißner-Bau. (Foto: Matthias Vogel)
Berlin: Walther-Meißner-Bau |

Charlottenburg. Mit einem Spatenstich hat die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) am 12. Juli den Bauauftakt für ein hoch modernes Forschungsgebäude symbolisch eingeleitet.

Der neue Walther-Meißner-Bau an der Ecke Abbestraße/Fraunhoferstraße bietet Labor-, Mess- und Reinräume für höchst genaue Messungen der Temperatur und für Forschungsarbeiten rund um supraleitende Sensorik. Für diese High-Tech-Aufgaben wird das Gebäude mit besonders hochwertiger Bau- und Gebäudetechnik versehen.

International führend

Die PTB ist schon heute auf dem Gebiet der Temperatur- und Supraleitungsmesstechnik international führend und diese Stellung will sie mit dem Walther-Meißner-Bau behaupten. Auch einem zweiten Forschungsgebiet wird der Neubau einmalige Bedingungen bieten: Die PTB verfügt über die besten Kryostaten-Systeme der Thermometrie. Für die überwiegend mittelständisch geprägte deutsche Thermometer-Industrie gewährleistet sie damit die Kalibrierung ihrer Produkte über einen sehr weiten Temperaturbereich.

Als Bauherr wird die PTB durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung vertreten. Dessen Präsidentin Petra Wesseler griff bei dem feierlichen Akt vor dem Baugrundstück die Worte ihres Vorredners und PTB-Präsidenten Joachim Ullrich nur zu gerne auf: „Ich gebe Ihnen Recht: Spitzenforschung, Spitzenbauten und Spitzendienstleistungen gehen hier Hand in Hand.“ Ullrich freute sich merklich auf den Neubau: „Wir verfolgen schließlich große Pläne und Visionen.“<

Campus Charlottenburg wächst
Die Architektur des Gebäudes soll sich harmonisch in das denkmalgeschützte historische Ensemble des Campus Charlottenburg der PTB einfügen.

Der Entwurf stammt von Rohdecan Architekten aus Dresden, die 2014 aus einem vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ausgelobten Architektenwettbewerb hervorgingen. Leicht war die Planung für das Architekten-Ehepaar Eckart Rohde und seine Frau Cancan Rohde-Can nicht. Es sind höchste Anforderungen an Schwingungsfreiheit und Temperaturkonstanz der Labore und an die infrastrukturellen Bedingungen in den Reinräumen gestellt. Eine meterdicke Bodenplatte wird die mechanischen Schwingungen dämpfen, dazu kommt eine hinsichtlich Isolierung und Temperaturregelung maßgeschneiderte Gebäudeaufteilung. Die Gesamtkosten für den neuen Forschungstempel belaufen sich auf fast 37 Millionen Euro, im Jahr 2020 soll er fertig werden. maz

0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.