Brücke-Museum hat neue Ausstellung

"Selbstbildnis I" von Max Kaus, 1919, Privatbesitz, Berlin. (Foto: © VG Bild-Kunst, Bonn 2015)
Berlin: Brücke-Museum |

Dahlem. Die Künstlerfreundschaft zwischen Erich Heckel und Max Kaus ist Thema der neuen Ausstellung im Brücke-Museum. Die Maler lernten sich beim Sanitätsdienst im Ersten Weltkrieg ist Ostende kennen. Die intensive Freundschaft, die sich aus dieser Begegnung entwickelte, dauerte bis zu Heckels Tod 1970 an.

Heckel (1883-1970) war Mitbegründer der expressionistischen Künstlergruppe „Brücke“, Kaus (1891-1977) Expressionist der zweiten Generation. Während der gemeinsamen Zeit als Sanitätssoldaten dienten die beiden nicht nur Seite an Seite; sie nutzten jede freie Minute, um gemeinschaftlich zu malen und zu werken. Der acht Jahre jüngere Kaus bewunderte Heckel und profitierte von dessen künstlerischen Kenntnissen und beruflichen Kontakten. In der Literatur wird Kaus oft als Schüler seines Malerfreundes bezeichnet. Heckel jedoch sah das anders: „Er ist nicht mein Schüler, er ist mein Freund“, war seine Antwort, als er einmal nach dem Verhältnis zu Kaus gefragt wurde.

Die Ausstellung beleuchtet die Künstlerfreundschaft und untersucht anhand ausgewählter Motivgruppen den stilistischen und thematischen Austausch zwischen den Malern. Sind etwa die beiden Selbstporträts in Technik und Farbgebung sehr unterschiedlich, zeigen Heckels „Drei Frauen vor roter Uferwand“ und Kaus‘ „Badende und Hockende am Strand“ überraschende Ähnlichkeiten.

Das Brücke-Museum zeigt überwiegend Werke aus der eigenen Sammlung. Einen Großteil seiner Gemälde übergab Heckel dem Haus in seinen letzten Lebensjahren in Form einer Schenkung. Weitere Bilder der Ausstellung sind Leihgaben aus Privatbesitz. uma

„Max Kaus – Erich Heckel. Eine Künstlerfreundschaft“ läuft bis zum 25. Oktober. Die Öffnungszeiten im Brücke-Museum, Bussardsteig 9, sind täglich außer dienstags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet sechs, ermäßigt vier Euro. Mehr Infos: bruecke-museum@t-online.de, www.bruecke-museum.de.
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