Gedenktafel für Elisabeth Bergner

Berlin: Faradayweg 15 |

Dahlem. Am 12. Mai, genau 30 Jahre nach ihrem Tod, wurde die Schauspielerin Elisabeth Bergner mit einer Gedenktafel an ihrem ehemaligen Wohnhaus im Faradayweg 15 geehrt.

Bergner, geboren 1897 in Drohobycz in Galizien, Österreich-Ungarn, feierte 1917 ihren ersten großen Erfolg am Berliner Lessing-Theater im Shakespeare-Stück „Wie es euch gefällt“. Als Jüdin von den Nationalsozialisten angefeindet, wanderte sie 1933 zuerst nach Wien und später nach London aus. Den Umstieg von der Stummfilmzeit zum Tonfilm und auch die sprachliche Herausforderung meisterte sie ohne Probleme. Unter der Regie ihres Mannes, dem Regisseur Paul Czinner, erhielt sie 1935 für ihre Rolle in dem britischen Filmdrama „Verlass mich niemals wieder“ eine Oscar-Nominierung.

Gemeinsam mit Czinner emigrierte sie 1940 nach Hollywood. Größerer Erfolge beim Film gab es nicht, Elisabeth Bergner verlegte sich wieder aufs Theater spielen. 1950 ging sie nach England, 1954 kehrte sie nach Deutschland zurück, konnte weitere Erfolge als Film- und Theaterschauspielerin verzeichnen.

In Bergners Wohnhaus befindet sich seit 1974 eine Kita der evangelischen Kirchengemeinde Dahlem. Am Tag der Gedenktafel-Enthüllung hatte die Kita zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Zu sehen waren unter anderem Bücher und Filmsequenzen mit der Bergner. uma
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