Little America in Berlin: AlliiertenMuseum stellt das Outpost Theater vor

Das 1953 erbaute Outpost Theater steht seit 1995 unter Denkmalschutz. (Foto: Kahle)
Berlin: AlliiertenMuseum |

Dahlem. Das heute unter Denkmalschutz stehende architektonische Erbe der Amerikaner steht im Mittelpunkt zweier Touren, die das AlliiertenMuseum, Clayallee 135, am Tag des offenen Denkmals anbietet.

Am 13. September können Besucher um 11 und um 15 Uhr im Rahmen einer Architekturführung das frühere US-Soldatenkino Outpost Theater besichtigen. Jeweils im Anschluss findet ein Spaziergang mit fachkundiger Begleitung durch das ehemalige Wohnviertel der US Army am Hüttenweg statt.

Das 1953 eröffnete Outpost Theater gehörte zu den modernsten Kinobauten seiner Zeit. Bis zum Abzug der Alliierten 1994 konnten US-Soldaten und ihre Angehörigen hier die neuesten Hollywoodfilme sehen, lange bevor diese in die deutschen Kinos kamen. Heute repräsentiert der denkmalgeschützte Bau ein Stück amerikanischer Architekturgeschichte – ebenso wie das benachbarte Wohngebiet am Hüttenweg. Mit seinen 1212 Wohnungen, einer Grund- und Oberschule, einem Einkaufszentrum, einer Kirche und einer Bibliothek war es das größte Wohnviertel der Alliierten in Berlin.

Der Spaziergang führt vorbei am ehemaligen amerikanischen Hauptquartier an der Clayallee, an den Neubauten auf dem Gelände der früheren Truman Plaza und an der US Army Chapel. Die 1957 erbaute Kirche war von Anfang an für eine gemeinsame Nutzung von Protestanten, Katholiken und Juden ausgelegt. Heute feiern dort vier Glaubensgemeinschaften regelmäßig ihre Gottesdienste. m.k.

Treffpunkt der Führungen ist im Foyer des Outpost Theaters auf dem Museumsgelände
Die Touren dauern etwa zweieinhalb Stunden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.
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