Zentral- und Landesbibliothek nach Dahlem?

Dahlem. Der CDU-Abgeordnete Uwe-Lehmann-Brauns begrüßt den Vorschlag des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, die Dahlemer Museen durch die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) nutzen zu lassen.

Die Ausstellungen im Ethnologischen Museum und im Museum für Asiatische Kunst sollen 2019 ins Humboldt-Forum in Mitte ziehen. "Es wäre ein interessanter Vorschlag, die landeseigene Bücherei, in den leerstehenden Häusern des FU-Viertels einziehen zu lassen", sagt Lehmann-Brauns. Der Vorschlag solle unverzüglich von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz geprüft werden. Nach Ansicht des Abgeordneten berücksichtigt der Vorschlag Salehs, dass "die berühmte Dahlemer Museumslandschaft mindestens kulturnah genutzt werden kann, wenn es nicht gelingt ihre unmittelbare kulturelle Nutzung zu erreichen".

Die CDU hatte laut Lehmann-Brauns kürzlich gefordert, die Museums-Gebäude ausschließlich kulturell zu nutzen. Erfreulich sei, dass Salehs Vorschlag auch die Ablehnung kulturfremder Bespielung dieser traditionellen Museumlandschaft enthalte. Eine Arbeitsgruppe unter Mitwirkung aller Beteiligten soll Lehmann-Brauns zufolge die Weiternutzung der Museen Dahlem koordinieren.

Die Zentral- und Landesbibliothek ist derzeit noch dezentral, denn sie hat zwei Standorte - die Amerika-Gedenk-Bibliothek (AGB) am Blücherplatz in Kreuzberg und die Berliner Stadtbibliothek in Mitte. Hinzu kommt, dass der Platz für die Bestände nicht ausreicht. Mehrere neue Standorte waren bereits im Gespräch. Das Tempelhofer Feld kommt seit Mai, nach dem Volksentscheid gegen eine Bebauung, nicht mehr in Frage. Weitere Überlegungen waren, die AGB um einen Neubau zu erweitern, ebenso gab es die Idee, das Internationale Congress Centrum (ICC) zu nutzen.


Ulrike Martin / uma
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