Grüne wollen das Befahren der Löhlein- und Brümmerstraße erleichtern

Dahlem. Auf den Einbahnstraßen zu beiden Seiten der U 3 sollen Radfahrer mehr Rechte erhalten. Die Grünen wollen sie zum Beispiel auf der Löhleinstraße auch in Richtung Stadtmitte fahren lassen.

Zwischen Thielallee und Fabeckstraße soll laut dem Grünen-Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung in der westlich der U-Bahn verlaufenden Löhleinstraße Radverkehr in beiden Richtungen möglich sein, also auch entgegen der Einbahnstraße. Bislang gibt es dort keine markierten Radwege.

Östlich der Bahn dürfen demnach künftig Radfahrer in der Brümmerstraße links vom Autoverkehr fahren. Die U-Bahngleise verlaufen dort in einer Senke. Die halbe Spur entlang der Böschung, abgegrenzt durch eine weiße Linie, dürfen Kraftwagen seit Jahren nicht befahren. Denn durch das Gewicht der Lkw oder Pkw könnte Erde abrutschen und auf die U-Bahn stürzen. BVG und Senat streiten seit Jahren um die Kostenübernahme für eine eventuelle Befestigung der Böschung. Grünen-Bezirksverordneter Bernd Steinhoff betont den Charakter seines Antrags als "Prüfauftrag" an das Bezirksamt.

"Bei der Löhleinstraße geht es um die Berliner "Radroute 1", sagt der 47-Jährige. "Diese Straße wollen wir für Radfahrer sicherer machen." Im Unterschied zur Brümmerstraße sei diese ruhig. Prüfen sollte das Amt auch, wo die parkenden Autos entlang der Löhleinstraße dann bleiben. Grundsätzlich hält er seinen Vorschlag für machbar.

Bei Betroffenen auf der Löhleinstraße sind die Ansichten darüber gemischt. "Ich begrüße es, wenn die Radfahrer es hier leichter hätten", sagt Johanna Lenz. Probleme für den Kraftverkehr sieht sie keine. Abends sei hier ganz wenig Verkehr.

Den linken Streifen der Brümmerstraße zu nutzen hält sie für eine gute Idee. "Radfaher sind ja nicht so schwer wie Autos", sagt die Pensionärin.

"Das Parken würde schwieriger werden", erklärt Christian Schlag. "Es wäre schön, wenn hier ein ausgewiesener Radweg wäre." Begeistert ist er hingegen von der Alternative auf der Brümmerstraße. "Das fände ich viel cleverer als die Idee mit gegenläufigem Radverkehr. Bisher weichen die Autos nach links über den Streifen aus, wenn sie Radfahrer überholen", sagt der Kaufmann, der nicht nur das Rad benutzt.


Martinus Schmidt / mst
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