Einbiegen in die Königin-Luise-Straße erleichtern

Eine eigene Fahrbahn für Linksabbieger soll vor allem Staus im Berufsverkehr auf der Clayallee verhindern. (Foto: M. Schmidt)

Dahlem. Der Verkehr an der Kreuzung Clayallee/Königin-Luise-Straße soll besser fließen. Nach einem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung sollen Fahrer, die vom Hohenzollerndamm kommen, eine eigene Spur zum Abbiegen erhalten.

Bislang kommt es an der Clayallee, wo von links die Königin-Luise-Straße einmündet, regelmäßig zum Stau, sagt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende David Eckel. Die zahlreichen Autos, die vom Hohenzollerndamm kommen und in die Königin-Luise-Straße abfahren, behinderten die in der gleichen Spur geradeaus weiterfahrenden Wagen nach Zehlendorf. Für die aus Zehlendorf kommenden Fahrzeuge ist das Linksabbiegen in den Grunewald aufgrund der wenigen Fahrzeuge kein Problem. Den Stau will der Verkehrsexperte der CDU mit der Abbiegespur verhindern. Eine neue Geradeausspur soll geschaffen und die Piste am Mittelstreifen für Linksabbieger reserviert werden. Am Sonntag ist der Verkehr laut Eckel schwach. Doch an Wochentagen benutzten viele die Königin-Luise-Straße als Durchfahrt nach Steglitz - obwohl auf einem Teil Tempo 30 gilt.

"An der Kreuzung könnte der ganz rechte Teil des Fahrdamms auf der Grunewaldseite genutzt werden, um eine weitere Spur in geradeaus Richtung zu erhalten", erklärt Eckel. Weniger als 100 Meter vor der Kreuzung soll die Linksabbieger-Fahrspur eingerichtet werden. Der geradeaus fahrende Verkehr soll auf den heutigen Standstreifen umgeleitet, "verschwenkt" werden.

Das Echo auf den Vorstoß ist an Ort und Stelle indes geteilt. Tankwart Markus Janutta von der Esso-Tankstelle an der Kreuzung befürwortet das Vorhaben: "Linksabbieger-Spuren sind immer ein bisschen sicherer." Ein Busfahrer des X83, der an der Kreuzung seine Endhaltestelle hat, hält eine solche Spur dagegen für überflüssig. Der Imbissbudeninhaber am Eingang zum Grunewald hält gar nichts von der Idee.

Ob die neue Linksabbiegerspur kommt, entscheidet letztlich bei Straßen mit überörtlicher Bedeutung die Verkehrslenkung des Berliner Senats.


Martinus Schmidt / mst
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